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Schenefelder Tageblatt

17. August 2017 | 04:07 Uhr

6000 Euro für Schulbau in Nepal

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

„Glücksgriff“ unterstützt Erdbeben-Opfer mit insgesamt 10 000 Euro / John Tamang verteilt vor Ort Lebensmittel und Bekleidung

Grenzenlose Dankbarkeit – für einen Sack Reis, zwei Pakete Salz, einen warmen Pullover und ein Paar feste Schuhe. Der Schenefelder John Tamang packte selbst mit an, um den Menschen in seiner Heimat Nepal zu helfen. Die groß angelegte Hilfsaktion des Vereins „Glücksgriff“ nach dem verheerenden Erdbeben im April 2015 kam den Menschen vor Ort jetzt doch noch zugute, auch wenn der Container mit fast 10  000 Hilfsgütern das Land nie erreicht hatte und an eine Organisation in Indien übergeben worden war (diese Zeitung berichtete).

„Die warmen Pullover haben 200 Schüler erhalten“, sagt „Glücksgriff“-Chefin Ingrid Pöhland. Die Lebensmittel seien an 40 Familien des Dorfes Manikhel verteilt worden. Der Schenefelder Verein arbeitet vor Ort mit einer Hilfsorganisation zusammen. „Alles war sehr gut organisiert“, lobt Pöhland.

13  500 Euro an Spendengeldern hatte der „Glücksgriff“ für sein Nepal-Projekt gesammelt. 3500 Euro wurden für die Frachtkosten bezahlt, der Rest kommt den Erdbebenopfern zugute. „Vom Wiederaufbau ist noch nichts zu sehen. Es gibt keine staatliche Unterstützung“, beschreibt Tamang die Situation. Im Januar war er für acht Tage in Nepal. „Viele Menschen leben in Wellblechhütten. Es gibt kein Öl und kein Kerosin zum Heizen.“ Dabei sei die Region nur knapp 40 Kilometer von Kathmandu entfernt.

Für 4000 Euro hat Tamang Lebensmittel und Kleidung besorgt. 6000 Euro werden in den Aufbau der Shri Gyanodaya Scholl investiert. „Es geht darum, diese Schule in Eigeninitiative wieder aufzubauen“, betont Pöhland. Laut Tamang wurde das Schulgebäude durch das Erdbeben schwer beschädigt, in Teilen ist es völlig zerstört. Die älteren Schüler werden in Wellblechhütten unterrichtet.

Pöhland kann sich vorstellen, den Schulneubau als langfristiges Projekt auch in Zukunft zu begleiten – wenn die Hilfsbereitschaft weiter anhält und weiter Spenden fließen. Die „Glücksgriff“-Chefin plant, im April persönlich nach Nepal zu reisen.

Transparenz ist dem Verein wichtig. Er möchte die Bürger in einem Lichtbildervortrag im Rathaus über das Nepal-Projekt informieren. Die auf fast 7000 Euro gestiegenen Lagerkosten für den Container im indischen Kalkutta hatte der „Glücksgriff“ bezahlt, dafür wurden keine Spendengelder verbraucht. Eine Hilfsaktion mit vielen Widrigkeiten: Das Fazit des „Glücksgriff“-Teams fällt dennoch positiv aus. „Vor allem hat das Vertrauen, das die Menschen dem Glücksgriff entgegengebracht haben, uns sehr berührt und stolz gemacht“, betont Pöhland.

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erstellt am 08.Mär.2016 | 16:13 Uhr

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