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Tanzfeste und Bohnen-Kaffee : 50 Jahre Bürgerverein Schenefeld

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Besucher vergnügten sich bei Kaffee-Tafel und Live-Musik.

Schenefeld | „Ich seh ein schönes Fräulein im Autobus“: Mit Evergreens, Rock ’n’ Roll und Pop hat die Band „Saints in Action“ beim Fest des Bürgervereins für Stimmung gesorgt. Zahlreiche Besucher nutzten das tolle Wetter, um bei der Jubiläumsfeier der bereits seit 50 Jahren bestehenden Institution auf dem Rathausplatz vorbei zu schauen. „Der Bürgerverein hat sich über Jahrzehnte sinnstiftend für das Allgemeinwohl engagiert“, lobte SPD-Chef Gerhard Manthei. Die alljährlich veranstalteten Kaffee-Tafeln stellten für viele Schenefelder ein besonderes Ereignis dar.

Während der Nachwuchs auf der Hüpfburg oder im Wasserball-Becken herumtollte, nutzten ältere Besucher die Gelegenheit, um ins Gespräch zu kommen. Auch Elsbeth Ellerbrock gehörte dazu. Deren verstorbener Mann Cord hatte vor über 50 Jahren den Bürgerverein mit gegründet. Ellerbrock und Manthei wussten zu berichten, dass in den 60er und 70er Jahren zahlreiche Senioren aus der ehemaligen DDR vorbei geschaut hätten. Mit einem Pfund Bohnen-Kaffee und einer Dose Keksen aus Holland zogen sie wieder vergnügt gen Heimat. Die älteren Menschen hatten damals eine Sonder-Genehmigung, durften ohne Familie reisen.

Früher sei es im Verein noch geselliger zugegangen. „Wir haben atemlos bis um vier Uhr morgens getanzt“, erinnerte sich Elsbeth Ellerbrock. Sehr beliebt seien die Ausfahrten. Die Bustouren nach Lübeck und Boltenhagen zählen zu den unvergessenen Veranstaltungen. „In Bad Zwischenahn haben wir einmalige Rhododendren besichtigt“, berichtete Ellerbrock. Menschen aus Siedlung und Dorf seien sich näher gekommen. Auch in diesem Jahr gibt es für die Ausfahrt am 27. August nach Ratzeburg und Mölln noch freie Plätze.

Gertrud Herberger lobte die große, vom Bürgerverein aufgebaute, Kaffeetafel im Stadtzentrum. „Ich kenne hier viele Menschen“, freute sich die 89-Jährige. Weitere Bekannte treffe sie bei der Juks-Seniorengymnastik, bei den Plattdeutsch-Zusammentreffen und der Senioren-Kontaktbörse. Die Vereinsvorsitzende Waltraut Lüders würde sich freuen, noch mehr jüngere Menschen für die Institution zu gewinnen. „Es ist eine gute Idee, den Verein übers Internet und Facebook publik zu machen“, empfahl Janine Raabe. Die Vorsitzende zeigte sich über zahlreiche Spenden dankbar. „Ohne diese Unterstützung hätte es die Feier nicht gegeben“, sagte Lüders.

Mütter wie Ilka Steinmöller und Ramona Jacobsen lobten das attraktive Programm einschließlich Hüpfburg und Ukulele-Workshop. „Mein Sohn Robert (3) ist von der Hüpfburg begeistert“, sagte Jacobsen. Der Bürgerverein verfolgt in Schenefeld diverse Ziele. Dazu gehört es, das gesellschaftliche und kulturelle Leben für alle Mitbürger zu fördern. Darüber hinaus geht es um gemeinsame Unternehmungen. „Jeder kann sich bei uns einbringen, aktiv wie auch passiv“, betonte die Vorsitzende.

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