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Bänke, Brötchen, Instrumente : 40.000 Euro Investitionen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die „Freunde des Gymnasiums Schenefeld“ haben in diesem Jahr mehr als 40.000 Euro in Bildungseinrichtung investiert.

shz.de von
erstellt am 14.Dez.2016 | 13:00 Uhr

Schenefeld | Maike Volquardsen und Gaby Buckenberger sind Frauen, die anpacken, statt lange zu diskutieren. Beide engagieren sich im Verein „Freunde des Gymnasiums Schenefeld“. Volquardsen ist seit fünf Jahren die Vorsitzende, Buckenberger ist verantwortlich für die Cafeteria. Im vergangenen Jahr haben sie etliche Projekte an der Schule angestoßen und für eine bessere Ausstattung gesorgt.

An die 500 Mitglieder hat der Verein – bei aktuell 728 Kindern und Jugendlichen. „Alles, was der Schulträger nicht bezahlt und den Unterricht bunter macht, übernehmen wir“, berichtet Volquardsen. Die Finanzierung läuft über Mitgliedsbeiträge (15 Euro pro Jahr), durch Aktionen und Ständen bei Festen und Veranstaltungen sowie mit Spenden. Der Verein sei flexibler als die Stadt. Hätte die IT-Ausstattung in Form von Dokumentenkameras zuerst die Gremien passieren müssen, wäre die Folge eine Verzögerung von zwei Jahren gewesen, so Volquardsen. Dafür sei aktuell kein Geld da gewesen. Der Verein wolle die Stadt aber nicht von den Aufgaben entbinden.

Ein Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf der neuen Website. 3400 für die Internetpräsenz sowie eine App für 1700 Euro hat der Verein finanziert. „Die Homepage war uralt“, sagt Volquardsen. Zudem habe sie nicht mehr funktioniert. Die Technik sei veraltet gewesen. Ein spezieller Anbieter wurde beauftragt, Lehrer Christian Kock kümmerte sich um die inhaltliche Gestaltung. Mit der App können von unterwegs und von zu Hause aus bereits vor der Schule die Vertretungspläne eingesehen werden. Besonders praktisch sei dies, wenn Stunden ausfallen, findet Buckenberger.

Deutlich mehr Geld ist aber in die Schulhofgestaltung geflossen. 10.000 Euro waren es in diesem Jahr, im Jahr 2018 sollen wieder 10.000 Euro investiert werden. Die Idee, in den Schulhof zu investieren, hatte der vorherige kommissarische Schulleiter Hartmut Appel bereits gehabt. Die „Freunde des Gymnasiums Schenefeld“ bezogen die Schüler mit ein. Häufig sei der Wunsch nach mehr Sitzgelegenheiten geäußert worden, so Volquardsen. „Wir haben häufig aus der Cafeteria beobachtet, dass die Schüler auf dem Boden sitzen“, ergänzt Buckenberger. So wurden nun mehrere Tische und Bänke aufgestellt. Eine kleine Klasse finde dort Platz, so dass der Unterricht im Frühling und Sommer nach draußen verlegt werden kann.

20.000 Euro flossen in die IT

Auch eine neue Relaxliege auf dem Rasenstück wird es geben sowie weitere Bänke. Ein Tisch-Kicker aus Beton soll auch noch aufgestellt werden. „Das ist alles aus Schüler-Ideen gewachsen“, betont die Vorsitzende. Wie das weitere Geld 2018 eingesetzt wird, ist in der Diskussion. In den vergangenen eineinhalb Jahren sind zudem 20.000 Euro in die IT-Ausstattung geflossen. Unter anderem wurden Dokumentanekameras angeschafft.

Auch die Förderung der Musikfachschaft ist eine Herzensangelegenheit des Vereins. Die Haspa hatte einen Satz Instrumente für die 28-köpfige Bläserklasse gesponsert. Diese seien aber in die Jahre gekommen. Reparaturen waren notwendig. Zudem musste der Satz aufgestockt werden. Zwischen 6000 und 8000 Euro flossen in das Projekt. In den Aufagbenbereich des Fördervereins fällt auch die Versorgung mit Brötchen in den Pausen. Die ehrenamtlichen Helferinnen schmieren in der Cafeteria im Akkord, reichen vier Stunden am Tag Franzbrötchen und Pausenbrötchen über die Theke. Es sei immer schwerer, dafür Freiwillige zu finden, sagt Buckenberger.

Die Zusammenarbeit mit der Schule klappe reibungslos, da sind sich die Frauen einig. Dass die Schule wieder ohne Schulleiter dasteht, seitdem klar ist, dass Knut Leweke aus gesundheitlichen Gründen ausscheidet, bedauern die Ehrenamtlerinnen. Nun kümmert sich Carola Weber weiter allein um die Organisation. „Die Außenwirkung ist nicht gut, weil das schon seit Jahren so geht“, glaubt Volquardsen und spielt damit auf die Tatsache an, dass es in den vergangenen Jahren immer wieder Wechsel an der Spitze gab. Leweke war der fünfte Schulleiter in drei Jahren. „Es ist so eine Hängepartie“, fügt die Vereinskollegin hinzu. „Aber die Abläufe funktionieren“, urteilt die Vorsitzende.

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