Hilfe aus Schenefeld : 350 Säcke und Kartons für Nepal

Die Spenden für das Erdbebengebiet Sindhupalchok in Nepal stapelten sich im „Glücksgriff“.
Die Spenden für das Erdbebengebiet Sindhupalchok in Nepal stapelten sich im „Glücksgriff“.

„Glücksgriff“-Container binnen drei Stunden beladen.

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04. Juni 2015, 10:00 Uhr

Schenefeld / Nepal | Ingrid Pöhland schaute Mittwochmittag erleichtert durch die Gänge des Lagers in der alten Post. „Endlich können wir uns wieder bewegen“, sagte die Vorsitzende des Vereins „Glücksgriff“. Um acht Uhr standen fünf Helfer im Hof des Second Hand Ladens – bereit beim Beladen des 20-Fuß-Containers mit Sachspenden für Nepal zu helfen.

„In der Spitze waren es 25 Helfer“, freute sich die „Glücksgriff“-Chefin. Insgesamt 350 Kartons und Säcke wurden verstaut. Der Inhalt: Medikamente, Kleidung, Decken, Bettdecken, Regenkleidung. Hinzu kamen Zelte und Planen. „Und vor allem Schuhe. Festes Schuhwerk“, sagte Pöhland. Dabei schüttelt sie den Kopf und schaut ernst: „Wir haben auch Pumps bekommen. Für Hilfe im Erdbebengebiet. Die haben wir natürlich sofort aussortiert.“ Alles, was gestern verladen wurde und  in der Region Sindupalchok in Nepal an die Erdbebenopfer verteilt werden soll, wurde gespendet. Ein besonderes Lob gab es von Pöhland für das Verladeteam: „Wir hätten nie gedacht, dass es so schnell geht. Selbst der Spediteur war überrascht.“ Den gesamten Mittwoch hatte das Team eingeplant. Nach drei Stunden war alles verstaut. So blieb der Vereinsvorsitzenden Zeit, die Zolldokumente vorzubereiten. Fast jedes Teil muss einzeln erfasst werden. „Ich weiß noch gar nicht wie viele es sind. Ich schätze aber um die 15.000“, so Pöhland.

Das Schiff mit dem Container soll am Donnerstag, 11.Juni, den Hamburger Hafen verlassen und am 12. Juli in Kalkutta ankommen. Dann geht es per Lastwagen weiter. 950 Kilometer durch teilweise zerstörtes Gelände bis nach Kathmandu. Dort übernimmt die Deutsche Botschaft den Transport in die 90 Kilometer entfernte Region Sindhupalchok.  

Dann wollen auch Pöhland und Birgit Peters, Schatzmeisterin des Vereins, vor Ort sein. „Wir wollen nachweisen, dass wirklich alle Spenden vor Ort ankommen“, so die „Glücksgriff-Chefin. Mulmig sei ihr trotz Berichten von Überfällen auf Transporte nicht: „Wir hoffen, dass alles gut geht.“ Den Flug bezahlen beide aus eigener Tasche. Eine Woche wollen sie vor Ort bleiben.

„Der erste Container ist bezahlt, aber wir überlegen, einen zweiten auf die Reise zu schicken“, so Pöhland. Die Frachtkosten: 3000 Euro. „Wir sind also weiterhin auf Geldspenden angewiesen“, sagte sie. Auch die Kosten für den Transport des Containers vor Ort seien noch unklar. www.gluecksgriff-schenefeld.de
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