Schenefeld : „300 neue Wohnungen nötig“

Am Flaßbarg werden 150 neue Wohneinheiten hochgezogen.
1 von 2
Am Flaßbarg werden 150 neue Wohneinheiten hochgezogen.

Die Sozialdemokraten setzen auf Geschossbau und Mieten unter zehn Euro pro Quadratmeter.

shz.de von
10. Oktober 2015, 15:00 Uhr

Schenefeld | Sozialamtschef Axel Hedergott hat gerade wieder zwei Wohnungen angemietet. Wohnraum für Flüchtlinge, die die Stadt unterbringen muss. Der Markt ist fast leer gefegt, die Preise entsprechend hoch. Die SPD will jetzt gegensteuern. „Wir brauchen dringend 200 bis 300 neue Wohnungen in Schenefeld, bezahlbare Wohnungen“, sagt SPD-Mann Kai Harders. Die Mieten müssten bei unter zehn Euro pro Quadratmeter liegen. Der Wohnungsmangel sei akut.

Die SPD hat die Verwaltung beauftragt zu prüfen, in welchen Bereichen der Stadt Geschosswohnungsbau möglich ist. Die SPD will hoch hinaus, um möglichst viele Einheiten zu schaffen. Sie setzt auf Nachverdichtung und die Änderung von Bebauungsplänen. „Alle privaten und öffentlichen Grundstücke müssen überprüft werden“, fordert Harders. Er verweist auf Wohnungsbaufördermitttel, die von Bund und Land angesichts des Flüchtlingsstroms zur Verfügung gestellt werden. Neubauten in Schenefeld: Bis zu 30 Prozent müssen als Sozialwohnungen ausgewiesen werden. Das hat die Politik zwar 2014 beschlossen. Passiert ist bisher aber nichts. Das Problem: Es gibt kaum noch Flächen im Stadtkern. Die Landschaftsschutzgebiete sind tabu. Daran will auch die SPD zurzeit noch nicht rütteln. „Die Landschaftsschutzgebiete sind für viele Politiker ein rotes Tuch“, sagt Harders.

Die SPD setzt auf Genossenschaften, um bezahlbaren Wohnraum in der Stadt zu schaffen. Und sie möchte die Verfahren beschleunigen. Harders: „Die erfolgte Änderung des Baugesetzbuches eröffnet in diesem Punkt ganz neue Möglichkeiten.“

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen