Neujahrsempfang : „2018 wird ein gutes Jahr“ für Schenefeld

Die Sternsinger bezauberten mit ihrem Lied und sammelten danach für den guten Zweck.
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Die Sternsinger bezauberten mit ihrem Lied und sammelten danach für den guten Zweck.

Bürgermeisterin Christiane Küchenhof zeichnete die Prüfer des Sportabzeichens mit dem Ehrenamtspreis der Stadt aus.

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15. Januar 2018, 13:00 Uhr

Schenefeld | Im Januar gibt es im ganzen Land Neujahrsempfänge. Warum eigentlich? Da steht man inmitten einer Menge, tauscht bestenfalls angenehmen Small Talk bei einem Glas Sekt aus, hört sich Reden an und geht dann wieder nach Hause. Aber ganz so einfach ist es nicht. Denn ein Neujahrsempfang bietet neben der Möglichkeit, Menschen wiederzutreffen, die man lange nicht gesehen hat, auch ein paar Minuten des Innehaltens. Man blickt gemeinsam auf das Vergangene zurück und begrüßt das neue Jahr. Es ist wie eine kleine mentale Inventur, bevor es im Jahreslauf weitergeht.

Schenefeld hatte Sonntagvormittag zum Neujahrsempfang ins Rathaus eingeladen. Die ganze Stadt wurde Wochen vorher mit entsprechenden Einladungen plakatiert. Aber es kamen trotzdem nicht ganz so viele Bürger, sondern eher Politiker, Vereinsvorsitzende oder Vertreter von Institutionen in den Ratssaal, der samt Galerie voll besetzt war.
Bürgervorsteherin Gudrun Bichowski begrüßte die Gäste und prophezeite, dass 2018 laut chinesischem Horoskop „in jeder Hinsicht ein gutes Jahr“ werde. Sie erinnerte auch an besondere Begebenheiten aus 2017. Vor allem in Erinnerung war ihr das Engagement der Freiwilligen Feuerwehr und der Jugendwehr: „Sie organisierten mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei eine Typisierungsaktion für Paula, zu der in sieben Stunden mehr als 3000 Menschen kamen. Einfach großartig.“ Hervorgehoben hatte Bichowski auch das Ehrenamt im Allgemeinen: „Ich bin stolz, Bürgerin einer Stadt zu sein, in der freiwillige Helfer sich so häufig und liebevoll einbringen.“

Bürgermeisterin Christiane Küchenhof begann ihre Rede zwar launig, wurde dann aber eindringlich. Ihr liege besonders die Stadtkernentwicklung am Herzen. Das Projekt sei am Laufen, aber 2018 wären jetzt die Schenefelder dran: „In diesem Jahr wollen wir die Bürger einbeziehen, der neue Stadtkern soll ja möglichst vielen Menschen gefallen“, so Küchenhof. Die Fortführung dieses großen Projektes werde wohl künftig in den Händen einer neuen Ratsversammlung liegen. Sie appellierte: „Kommen Sie zur Kommunalwahl am 6. Mai. Diese Wahl ist sehr wichtig für unsere Stadt.“ Zum Schluss wurde Küchenhof wieder locker, bezog sich auf zwei Eisen-Figuren in Rathaus-Nähe und lachte: „Ich wüsste zu gern, wer das Kinder-Pärchen auf dem Kreisel vor Hotop ständig an- und umzieht. Sachdienliche Hinweise nehme ich gern entgegen.“

Neben vielen Lokalpolitikern ließ sich der Bundestagsabgeordnete Michael Abercron (CDU) blicken. Und auch Grünen-Landtagsabgeordnete Ines Strehlau kam ins Schenefelder Rathaus. Sie kritisierte im Gespräch die geplante Aufgabe der Klimaschutzziele der Großen Koalition: „Das wäre mit Jamaika eindeutig besser gelaufen“, sagte sie.

Den Ehrenpreis der Stadt überreichte die Bürgermeisterin in diesem Jahr den Prüfern des Sportabzeichens (unsere Zeitung berichtete). Leiter Uwe Hahn nahm den mit 2000 Euro dotierten Preis für die ganze Gruppe in Empfang und freute sich: „Das tut gut“, sagte er. Für musikalische Unterhaltung war die Liedertafel Frohsinn zuständig. Aber auch die kleinen Sternsinger bezauberten das Publikum.

Zum Neujahrsempfang kam auch eine Neu-Schenefelderin. Fiona Schneider (22) wohnt erst zwei Wochen in der Stadt: „Ich bin zu meinem Freund gezogen. Mir gefällt’s hier richtig gut“, sagte sie. Die Frau wollte auf diesem Wege einfach einmal ihre Bürgermeisterin kennenlernen. 
 

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