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Sie bringen Menschen zusammen : 20 Jahre Kontaktbörse Schenefeld

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Barbara Schmidt und Margot Hellmund haben vor genau 20 Jahren die Kontaktbörse Schenefeld ins Leben gerufen.

shz.de von
erstellt am 09.Mär.2015 | 13:15 Uhr

Schenefeld | Kontaktbörse: Barbara Schmidt lacht. „Ich weiß nicht, ob der Name damals wirklich so gut gewählt war. Wir sind doch kein Heiratsinstitut.“ Nein, sind sie natürlich nicht. Aber Schmidt und Margot Hellmund bringen auch Menschen zusammen – und das seit nunmehr 20 Jahren.

Im März 1995 haben die beiden Schenefelderinnen ihre Kontaktbörse ins Leben gerufen – mit dem Zusatz: „Wir möchten, dass Menschen Freunde werden.“ Im Laufe der Jahre sind viele Freundschaften entstanden. Das Angebot richtet sich an Frauen und Männer in der dritten Lebensphase. „Ich war damals auch im Besuchsdienst der Paulskirche tätig und habe erfahren, wie viele Menschen in Schenefeld ganz alleine leben, einsam sind“, sagt Hellmund. Die Idee war geboren – und fiel bei Ex-Bürgermeister Günter von Appen auf fruchtbaren Boden. Er stellte die Begegnungsstätte am Rathaus als Treffpunkt zur Verfügung. Und dann ging es los. Einmal im Monat – und zwar an jedem zweiten Dienstag ab 15.30 Uhr – treffen sich die Senioren.

„Es gab Zeiten, da zählten wir 25 Besucher“, erinnert sich Schmidt zurück. Heute besteht der Kreis aus 16 Teilnehmern. Es sollen wieder mehr werden, das wünschen sich Schmidt und Hellmund zum 20. Geburtstag ihrer Kontaktbörse. „Viele trauen sich nicht, zu uns zu kommen. Der erste Schritt ist oft schwierig“, sagt Schmidt. Dabei gibt es in der Begegnungsstätte nicht nur Kaffee und Kuchen. Schmidt (72) und Hellmund (78) sind Moderatoren, Vorleser, Diskussionsleiter und Sänger. „Wir bereiten immer ein Programm vor“, sagen die beiden rüstigen Damen. Meistens etwas Heiteres.

Die 20 ist geschafft: Ans Aufhören denken die beiden Schenefelderinnen aber keinesfalls. Sie wollen die 25    Jahre voll machen. Ihre Motivation ist ungebrochen. „Wir bekommen ganz viel zurück. Die Menschen, die zu uns kommen, sind wirklich dankbar“, betont Schmidt.

Für Kaffee und Kuchen legen die Kontaktbörsen-Besucher 2,50 Euro ins Töpfchen, das rumgeht. Das Geld spenden Hellmund und Schmidt an eine Suppenküche in Litauen und eine Blindenmission, die sich um Kinder auf der ganzen Welt kümmert. „In den vergangenen 20 Jahren sind 7900 Euro zusammengekommen“, sagt Hellmund. Diese Summe macht die Initiatoren ein bisschen stolz.

Zum zehnten Geburtstag schaute der damalige Bürgermeister von Appen vorbei. Für die nächste Kontaktbörse am Dienstag, 10. März, hat Bürgermeisterin Christiane Küchenhof ihr Kommen angekündigt. „Als wir mit der Kontaktbörse angefangen haben, waren unsere Kinder groß. Jetzt sind unsere Enkelkinder groß“, sagt Hellmund – mit einem Hauch Wehmut in der Stimme.

Die Kontaktbörse: An jedem zweiten Dienstag im Monat treffen sich die Senioren ab 15.30  Uhr in der Begegnungsstätte am Timmermannsweg. Weitere Informationen erteilt Margot Hellmund unter der Telefonnummer 040-8397932.
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