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„Gegen Gewalt, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit“ : 14. Mitternachts-Basketballturnier in Schenefeld

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Das 14. Mitternachts-Basketballturnier wird am 24. November in Schenefeld ausgerichtet / Alkoholfreie Cocktails und Aktionen

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erstellt am 15.Nov.2017 | 12:00 Uhr

Schenefeld | Was gut läuft und gut angenommen wird, muss nicht geändert werden. Frei nach diesem Motto organisieren die Stadt Schenefeld und das Juks gemeinsam mit dem Sportverein Blau-Weiß 96, der Polizei, der Awo-Suchthilfe und dem Kinder- und Jugendbeirat zum 14. Mal das Mitternachtsbasketballturnier in der Sporthalle Achter de Weiden. „100 Prozent Sport gegen Gewalt, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit“ prangt in Buchstaben auf dem Plakat. Am Freitag, 24. November, können sich die Schenefelder in vor Ort zusammengestellten Teams ab 19 Uhr miteinander messen.

2016 gab es zwölf Teams. „Das war der Rekord“, sagt Conni Thau vom Verein Blau-Weiß 96 während der offiziellen Programmvorstellung. Dazu kommen noch Begleitpersonen und Zuschauer. „Da ist schon Leben in der Halle“, kündigt Thau an. „Runter vom Sofa, weg vom PC – und stattdessen lieber mit uns ein paar schöne Stunden verleben“ – so lautet der Appell von Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD). Für die Jugendlichen sei das Turnier eine tolle Möglichkeit, mit den Jugendschutzeinrichtungen vor Ort ins Gespräch zu kommen.

Die Suchthilfe der Awo wird während des Events mit Unterstützung junger Flüchtlinge alkoholfreie Cocktails mixen. „Die haben das im letzten Jahr ganz toll gemacht“, sagt Torben Richter von der Awo. Mit den Jahren hätten sich fruchtige und saure Cocktails durchgesetzt. Allzuviel Sahne vertrage sich nicht mit der sportlichen Aktivität, erläutert Richter lachend. „Wir wollen zeigen, dass man auch ohne Alkohol tolle, kreative Cocktails machen kann.“ Die Suchthilfe bringt zudem Rauschbrillen mit. Diese schränken das Sehen ein wie bei starken Alkoholmissbrauch. Da kann ein Parcours ebenso zur Herausforderung werden wie die simple Aufgabe, einen Ball aufzuheben.

Mitglieder des Kinder- und Jugendbeirats werden für stimmungsvolle Musik sorgen und sich um die Ansagen kümmern. In der gesamten Halle gilt Alkoholverbot. Wasserflaschen werden verteilt. Eigene Flaschen sind tabu und werden einbehalten. Das hat einen guten Grund: In der Vergangenheit hätten Jugendliche versucht, Alkohol in Apfelsaftflaschen in die Halle zu schleusen, berichtet Thau. Die Teams werden je nach Vorerfahrung zusammengestellt. Gespielt wird auf zwei Feldern.

Der kriminalpräventive Aspekt der Veranstaltung wäre heute übrigens gar nicht mehr notwendig. Denn unter den Jugendlichen sei es heute ruhig. „Wir hatten in der Vergangenheit mehr zu tun“, sagt Polizist Mathias Schmidt. „Es gibt keine Problemfälle oder -orte.“

Küchenhof glaubt, dass dies vor allem an den vielen Angeboten für Kinder und Jugendliche liegt. Der Kinder- und Jugendbeirat, das Juks, Blau-Weiß 96 und andere Institutionen sorgten dafür, „dass Jugendliche gar nicht erst auf dumme Ideen kommen“. In einer Kleinstadt wie Schenefeld gebe es dafür genügend Kapazitäten, erläutert die Rathaus-Chefin. Unterstützt wird das Projekt von der AOK Nordwest, dem Rat für Kriminalitätsverhütung, Harry-Brot, Dr.  Timmse und die Hörspiele und vom Kreis Pinneberg.

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