Gorch-Fock-Schule Schenefeld : 14.203 Euro für Nepal-Hilfe erlaufen

Eine ganze Grundschule zieht an einem Strang: Die Gorch-Fock-Schüler gaben beim Spendenlauf ihr Bestes.
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Eine ganze Grundschule zieht an einem Strang: Die Gorch-Fock-Schüler gaben beim Spendenlauf ihr Bestes.

Spendengelder sollen in den Bau von Sanitäreinrichtungen fließen.

shz.de von
15. Juli 2015, 10:00 Uhr

Schenefeld | Der „Glücksgriff“, die Rotarier – und jetzt die Gorch-Fock-Grundschule: Schenefeld unterstützt das von Erdbeben heimgesuchte Nepal nach Kräften. An Lars Braitmayer, Projektleiter von „Viva con Agua“, wurde ein Scheck in Höhe von 14.203 Euro übergeben. Das ist eine außerordentlich hohe Summe gemessen an der Schülerzahl von 310“, freute sich Braitmayer. Der Betrag werde verwendet, um Toiletten und Wasservorrichtungen einzurichten, aber auch um Maurer vor Ort auszubilden.

Das Geld haben sich die Jungen und Mädchen am 29. Mai beim großen Spendenlauf regelrecht erarbeitet. Und alle halfen mit: Eltern, Geschwister, Großeltern und Freunde. „Wir sind unglaublich stolz auf die Gesamtleistung der Schüler“, bilanzierte die für das Projekt verantwortliche Lehrerin Sigrid Kühn. Das Motto „Einer für alle – alle für einen“ zeichne die Schule aus. Kühn brachte das Projekt an die Schule. „Es waren sofort alle von dem Projekt überzeugt“, so Kühn. Den Spendenlauf veranstaltete die Grundschule unter dem Motto „Run 4 Wash“. Braitmayer und das Lehrerteam informierten die Schüler einen Vormittag lang über die Thematik. Die Kinder erfuhren, was es im 21. Jahrhundert bedeutet, keinen Zugang zu sauberem Wasser und keine Basis-Versorgung zu haben. Ein weiteres Thema war die Hygiene-Schulung. Die Schüler erfuhren, dass 758 Millionen Menschen über kein sauberes Wasser verfügen und 2,5 Milliarden Menschen gänzlich ohne sanitäre Versorgung wie Toiletten auskommen müssen.

Die Gorch-Fock-Schüler mussten selbst auf Sponsorensuche gehen, um Spender für ihren Lauf zu finden. „Einige haben richtig viele gefunden“, freute sich Schulleiterin Gudrun Fräßdorf-Limberg. Schüler, Lehrer und Eltern seien sich einig gewesen, die komplette Summe zu spenden und nichts für die Schule zu verwenden.

Ein Schüler fragte Lehrerin Kühn dann auch, ob er das Geld persönlich nach Nepal bringen könne. „Da war ich sehr gerührt“, sagt Kühn. Dass mit dem Geld nachhaltige Projekte unterstützt werden, stand schon lange vor der Katastrophe fest, die Nepal heimgesucht hat.

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