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Lohe-Föhrden Schwerer Abschied

Von Wilma Timmermann | 13.07.2013, 03:59 Uhr

Förster Hans Boysen übergibt seine Stelle an Falk Schmidt

Der Abschied von Haus und Wald fällt schwer: Nach 23 Jahren und elf Monaten zieht Förster Hans Boysen aus dem idyllisch am Rande eines großen Nadelwaldkomplexes der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten gelegenen Forsthaus in der Gemeinde Lohe-Föhrden aus: Boysen trat mit Wirkung vom 1. Juli die Freistellungsphase seiner Altersteilzeit an. Hans Boysen und Ehefrau Annegret sowie deren Söhne Jan (21) und Simon (22) wohnen inzwischen in Fockbek. Dazu muss erwähnt werden, dass der Umzug dem treuen Försterhund "Cent" gar nicht gefällt.

Nachfolger und damit Betreuer der Forststelle ist seit dem 1. Juli Falk Schmidt (34). "Es ist meine Traumförsterei", schwärmt Schmidt, der mit seiner Ehefrau und den Kindern Ida (2) und Lasse (4) in das Forsthaus einziehen wird. "Der Wald ist gut in Pflege, ich fühle mich der ordnungsgemäßen Weiterführung des Amtes verpflichtet und bin mir der Verantwortung, die ich übernehme, bewusst."

Falk Schmidt absolvierte in Satrup (Angeln) Schule und Jagdschein, besuchte die Fachoberschule für Forstwirtschaft in Ebstorf bei Uelzen, leistete den Bundeswehrdienst ab und studierte an der Fachhochschule Göttingen Forstwirtschaft. Den Anwärterdienst leistete Schmidt beim Forstamt Saupark Springe in Niedersachsen ab. Acht Jahre (November 2004 bis Dezember 2012) war er mit der Privatwaldbetreuung im Weserbergland beauftragt. Als sogenannter "Trainee" unterstützt Schmidt ab diesem Jahr die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten.

Das Forstgebiet Lohe-Föhrden ist in der Vergangenheit umfassend gewachsen und bietet abwechlungsreiche Standorte für Forstwirtschaft, Flora und Fauna: Nach der Zusammenlegung der Förstereien Elsdorf und Lohe im Jahre 2000 wurde das Gebiet auf Nübbel, Tetenhusen und den Forst Mittelhamm ausgedehnt.

Falk Schmidt zu seinem neuen Arbeitsplatz: "Ich knüpfe an die Arbeit meines Vorgängers Hans Boysen an, möchte Land und Leute kennen lernen." Die lokale Selbstholzwerbung im Bereich Fockbek und der Hohner Harde soll weitergeführt und der Kontakt zu den Schulen erhalten werden, damit es auch weiterhin die Umweltjugendspiele für die umliegenden Grundschulen und andere Ansätze zur Zusammenarbeit gibt.

"Zwischen uns stimmt die Chemie", lassen Boysen und Schmidt übereinstimmend verlauten. Und so wird man die Beiden wohl noch oft zusammen durch die Wälder streifen sehen. Und Hans Boysen wird sich weiterhin um sein Hobby, den Schutz von Uhu, Rauhfußkauz und Sperlingskauz, kümmern.