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ADAC-Christophorus-Rallye Schön, alt und fahrtüchtig: Oldtimer auf großer Fahrt

Von Hans-Jürgen Kühl | 16.08.2020, 17:49 Uhr

22 Autos und 25 Motorräder gingen vom Hademarscher Marktplatz aus auf einen 120 Kilometer langen Rundkurs.

Ein schneeweißer Porsche 911 und eine fast 100 Jahre alte Harley Davidson: Das waren nach Jurymeinung die schönsten Oldtimer der 34. Internationalen ADAC Christophorus-Rallye.

22 Autos und 25 Motorräder gingen am Sonntagvormittag vom Hademarscher Marktplatz aus auf einen 120 Kilometer langen Rundkurs, der nach einer Mittagspause in Rendsburg wieder zurück zum Startort führte.

Bei der Vergabe der Startnummer 1 mussten die Organisatoren nicht lange überlegen. Die Ehre, als erste von der Startrampe des AC Hanerau-Hademarschen zu rollen, hatten zum wiederholten Male Else-Marie und Ulrik Ibsen aus Dänemark. Das Ehepaar aus Karlslunde gehört nicht nur zu den ganz treuen Stammgästen der AC-Rundfahrt, sondern bereicherte die Rallye wie gewohnt mit einer absoluten technischen Rarität. Mit ihrem Baujahr 1923 war die Harley Davidson der Ibsens das mit Abstand älteste Gefährt der Veranstaltung.

Liste mit Pandemie-Schutzregeln

Apropos „Abstand“: An der Auffahrt zur Startrampe hatten die AC-Organisatoren eine Check-Liste mit den wichtigsten Pandemie-Schutzmaßnahmen angebracht. Rallye-Moderator Jörg Hinz verzichtete komplett auf seine sonst üblichen erläuternden Kommentare zu den Fahrzeugen.

Nicht mal begrüßen konnte der mit einem Mund-Nasen-Schutz ausgestattete AC-Kassenwart die Rallyeteilnehmer. Hinz deutete lediglich auf die Start-Uhr und gab dann mit Mittelfinger, Zeigefinger und Daumen das Startsignal: 3 – 2 – 1 – und los!

Asthetischer Gesamteindruck

Schon am Start bewertete eine Jury die Gefährte nach ihrem ästhetischen Gesamteindruck. Das Gremium unter der Leitung von Jörg Hinz entschied sich bei den Motorrädern gleich für die Startnummer 1: die 97 Jahre alte Harley Davidson aus Karlslunde, die zusammen mit den Eheleuten Ibsen fast alle 34 bisherigen Christophorus-Oldtimerrallyes des AC Hanerau-Hademarschen absolviert hat.

 Bei den Autos fiel die Wahl der Jury auf ein deutlich jüngeres Modell: einen 38 Jahre alten Porsche 911 SC, der passenderweise mit der Startnummer 38 von der AC-Rampe rollte.

Der Porsche von Markus Grundmann und Niels Nielsen aus Hamburg wurde 1982 in Japan zugelassen und 2015 nach Deutschland reimportiert. Auf ihrem Anmeldeformular hatten die Hamburger auf den „unverbastelten Originalzustand“ ihres 180 PS starken „911“ hingewiesen.

Schönheitspokale für die Gewinner

Bevor die Gewinner ihre Schönheitspokale in Empfang nehmen konnten, mussten sie erst einmal wie alle anderen Teilnehmer den 120 Kilometer langen Rundkurs und die darin integrierten Gleichmäßigkeitsprüfungen bewältigen.

Der Oldtimertross rollte von Hanerau-Hademarschen Richtung Lütjenwestedt und Oldenbüttel, wo die Fahrzeuge mit der Fähre über den Kanal setzten. Über Wrohm, Hamdorf, Hohn und Fockbek steuerte man die Mittagspause beim Autohaus Ohm an, und nach dem Re-Start fuhren die Oldtimer über Elsdorf-Westermühlen und Hamdorf nach Breiholz, wo die zweite Kanal-Querung auf dem Programm stand, bevor es über Embühren zurück nach Hanerau-Hademarschen ging: zur Siegerehrung auf dem Gelände des Feuerwehrgerätehauses.