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Stadtmarketing Bürgermeister will Ideen sammeln

Von Patrick Pulsfort, | 09.04.2013, 08:06 Uhr

Ein neues Stadtmarketingkonzept- was dürfen die Jugendlichen davon erwarten? Pierre Gilgenast nennt Details.

Zugegeben: Rendsburg hat an einigen Stellen seine Schwächen. Das ist kein Geheimnis. Man denke zum Beispiel an das immer wieder ins Gespräch gebrachte, leerstehende Hertie-Gebäude am Altstädter Markt. Mit diesen verbesserungswürdigen Dingen jedoch geht die Stadt vernünftig um und möchte neue Wege gehen. Denn wie vor wenigen Wochen bereits in der Landeszeitung berichtet wurde, hat die Ratsversammlung einen neuen Stadtmarketingplan beschlossen. Die Jugendredaktion sprach mit Bürgermeister Pierre Gilgenast darüber, was das im Klartext bedeutet und befragte Jugendliche aus der Umgebung zu ihren eigenen Vorstellungen über Rendsburgs Zukunft.

Herr Gilgenast, was verbirgt sich hinter dem Stadtmarketingkonzept?

Dazu gehört, dass künftig Mitarbeitende der Stadt und der Vereine "RD-Marketing" und "Tourismus Mittelholstein e.V." in einem Büro zusammenarbeiten. Dazu gibt es einen Beirat, dem Fachleute und Politiker angehören sollen, die die Arbeit begleiten. Gemeinsam möchte man erreichen, dass es in Rendsburg viele interessante Veranstaltungen gibt und sich Rendsburg in der Öffentlichkeit besser darstellen kann. Ganz wichtig ist es aber auch, dass sich viele Rendsburgerinnen und Rendsburger einbringen, damit ein "Bild" von Rendsburg entstehen kann, das von vielen mitgetragen wird. Bei der Zukunftswerkstatt wurden über 700 Vorschläge für Rendsburg gemacht.

Das klingt interessant. Doch wie kann Rendsburgs Jugend davon profitieren?

Das neue Stadtmarketing soll dafür sorgen, dass die vorhandenen Rendsburger Besonderheiten herausgestellt werden und zum anderen Verbesserungsvorschläge aufgenommen werden, um die Stadt noch interessanter zu machen. Das ist wichtig, um zum einen mehr Unternehmen nach Rendsburg zu holen, die Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen. Aber auch für junge Familien soll Rendsburg attraktiv sein, damit sie hier gerne leben und die Kinder und Jugendlichen später auch hier bleiben wollen. Deshalb hat es auch mehrere Veranstaltungen gegeben, bei denen junge Leute ihre Meinung gesagt haben. Viele haben sich dabei Gedanken über ihre Schule oder die Sportstätten gemacht; andere fanden das Einkaufsangebot nicht gut. Auch kamen Hinweise, dass die Beleuchtung an Radwegen nicht immer ausreichend ist oder Geräte auf den Spielplätzen fehlen. Viele dieser Anregungen werden von unseren Politikern nun beraten.

Im Bereich Mastbrook ist immer wieder angesprochen worden, dass der Spielplatz dort nicht richtig bestückt ist. Derzeit wird nun viel darüber beraten, was man dort tatsächlich verbessern kann. Es sind auch Vorschläge gemacht worden, wie Veranstaltungen verbessert werden können. Dabei sollen mehr Angebote für die Jugendlichen berücksichtigt werden, zum Beispiel beim Rendsburger Herbst. Nun werden sich die Aktiven des Stadtmarketings für die kommenden Veranstaltungen Gedanken über die gemachten Vorschläge machen, denn schließlich sollen alle ihren Spaß an dem Fest haben.

Angenommen, jemand hat einen ernst gemeinten Vorschlag zur Verbesserung: Wo und wie kann man diesen dann zum Ausdruck bringen?

Auch künftig wird es Jugendeinwohnerversammlungen und Bürgersprechstunden in den Stadtteilen geben. Dort kann man problemlos seine Anregungen aussprechen. Aber man kann sie dem Rathaus oder auch mir unter der Adresse Pierre.Gilgenast@rendsburg.de zumailen. Ich finde es auf jeden Fall gut, wenn wir Ideen für Rendsburg sammeln und damit auch zeigen, wie wichtig uns Rendsburg ist.