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Facebook, Instagram und Co. Städte im Kreis Stormarn und Soziale Medien – wer präsentiert sich wie und wo?

Von Susanne Link | 17.01.2022, 17:51 Uhr

In Deutschland nutzten 2021 laut einer Studie 100 Prozent der unter 50-Jährigen das Internet. Viele sind auch auf sozialen Netzwerken unterwegs. Doch wie sieht es bei den Stadtverwaltungen in Stormarn aus?

Kürzlich hat sich die Glinder Stadtverwaltung eine eigene Seite auf dem sozialen Netzwerk Facebook zugelegt. Sie ist damit eine von drei Städten im Kreis Stormarn, die sich auf der Plattform präsentiert.

Stadt Reinbek und Kreis Stormarn ebenfalls auf Facebook

Die nahegelegene Stadt Reinbek hat dort im Herbst 2017 eine Seite erstellt, zur Kommunalwahl 2018 angefangen, regelmäßig Beiträge und Fotos zu posten. Auch die Stadt Bargteheide und der Kreis Stormarn sind auf der sozialen Plattform vertreten. Bad Oldesloe ist dort allerdings nicht zu finden, Ahrensburg und Reinfeld auch nicht.

Warum hat sich die Stadt Glinde mit rund 18.000 Einwohnern also dazu entschieden, neben dem eigenen Youtube-Kanal auch eine Seite auf Facebook zu erstellen und dort regelmäßig Neuigkeiten und Bilder aus Glinde zu posten?

„Wir möchten damit die Vielfalt städtischer Themen breiter streuen und die Menschen erreichen, die sich hauptsächlich nur noch über diese Medien informieren. “
Rainhard Zug, Bürgermeister Glinde

„Wir möchten damit die Vielfalt städtischer Themen breiter streuen und die Menschen erreichen, die sich hauptsächlich nur noch über diese Medien informieren. Ziel auf den Socialmedia-Plattformen ist es, mit den Glinder Bürgern wieder mehr in den Dialog zu kommen“, erklärt Bürgermeister Rainhard Zug den Hintergrund.

Nachgefragt bei der Stadtverwaltung in Reinbek hört man ähnliche Gründe für die eigene Facebook-Seite. Deren bisherige Erfahrung? Die Kommunikation über Facebook sei schneller und direkter, sagt Stadtsprecher Lennart Fey.

Unter der Adresse www.facebook.com/StadtGlinde wird zukünftig zu allen Themen rund um die Stadt Glinde, die Stadtverwaltung und natürlich auch zu Veranstaltungen informiert.

„Ich freue mich auf das neue Angebot und über alle, die sich über den neuen Facebook-Kanal informieren. Als Stadt hoffen wir, dass wir viele Menschen erreichen und ihnen auf diesem Wege die vielfältigen Themen der Stadt näherbringen können", sagt Zug zum neuen Angebot.

Steigende Nutzung der Sozialen Medien

Die ständig steigende Nutzung der Sozialen Medien quer durch alle Bevölkerungsgruppen und Altersschichten biete auch für Kommunen wie Glinde neue Optionen vor allem in den Bereichen Bürgerdialog und -beteiligung, e-Government, Verwaltung, allgemeiner Kommunalpolitik, aber auch Stadtmarketing.

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„Die Kommune sollte auch dort vertreten sein, wo sich die Bürger bewegen und an den Gesprächen teilnehmen und so auch die Menschen erreichen, die weder Tageszeitung noch Amtsblatt lesen. Vor allem jüngere Bürger, die über klassische Medien bis hin zur eigenen Webseite nur noch schwer oder gar nicht mehr erreichbar sind, können so angesprochen werden“, sagt Zug.

Instagram überholt Facebook bei der täglichen Nutzung

Auf dem bei jüngeren Menschen beliebten Netzwerk Instagram ist die Stadt allerdings nicht vertreten. Von den sechs Stormarner Städten ist lediglich die Verwaltung aus Reinbek dort zu finden. Der Kreis Stormarn veröffentlicht dort auf seiner eigenen Seite ebenfalls aktuelle Informationen wie beispielsweise zu Corona, der Geflügelpest oder zu Veranstaltungen.

Wie aus der ARD/ZDF-Onlinestudie 2021 hervorgeht, ist Facebook auch im vergangenen Jahr die meistgenutzte Social-Media-Plattform, wenn es um die wöchentliche Nutzung geht. Hier erreicht das amerikanische Technologieunternehmen ein Plus von zwei Punkten, 28 Prozent.

„Bei der täglichen Nutzung hat Instagram Facebook im Jahr 2021 eindeutig überholt und kommt auf 18 Prozent, Facebook als Nummer 2 nur noch auf 15 Prozent. Vor zwei Jahren lag Facebook noch weit vorne, mit 21 Prozent täglicher Nutzung gegenüber 13 Prozent bei Instagram“, heißt es in der Studie, deren Ergebnisse auf der Befragung von 1502 repräsentativ ausgewählten deutschsprachigen Personen ab 14 Jahren beruhen.

Für unter 30-Jährige spielen bei der täglichen Nutzung neben Instagram auch Snapchat und Tiktok mit eine wichtige Rolle. In der jungen Zielgruppe kommt Facebook laut der Studie nur auf den vierten Platz im Reichweiten-Ranking.

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