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Lokales

18. Oktober 2017 | 06:33 Uhr

Rabel investiert in Breitbandversorgung

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Gemeindevertretung spricht sich einstimmig für den Ausbau des schnellen Internets aus / Erwartete Kosten: 80 000 Euro

Wenn alles wie geplant klappt, kann die Gemeinde ihren Bürgern zu Weihnachten 2016 ein ganz besonderes Geschenk machen: Breitbandversorgung für jeden Haushalt bis 50 Mbit/s. Den Weg dazu machte die Gemeindevertretung auf ihrer Septembersitzung frei. In dem einstimmigen Beschluss wurde Bürgermeister Helmut Meyer ermächtigt, die Ausschreibung für das Projekt zu starten. Gleichzeitig wurde beschlossen, die erwarteten Kosten von rund 80  000 Euro für die Breitbandversorgung aus den Rücklagen zu begleichen.

Zuvor hatte Bürgermeister Meyer den Stand der Internetversorgung in Rabel vorgetragen. Danach haben 50 Prozent der Haushalte einen Glasfaserkabel-Anschluss. Überwiegend betrifft das die Haushalte älterer Familien. Junge Familien, welche die Breitbandversorgung vordringlich bräuchten, haben dagegen ein Problem. Trotzdem hat Rabel wenig Chancen auf öffentliche Förderung des Projekts, weil „Glasfaser nur auf größerer Ebene gefördert wird“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Meyer. Er sprach sich für eine Investition aus den Rücklagen aus. Dem schloss sich Bürgermeister Helmut Meyer an: „Rabel ist schuldenfrei und wir tun etwas für unsere Jugend. Die nächsten zwei Jahre haben wir keine großen Investitionen.“

Bei der Einführung der Breitbandversorgung profitiert Rabel von dem bereits verlegten Glasfaserkabel von Kappeln nach Maasholm. Von Wormshöft könnte eine Leitung nach Rabel verlegt werden. Durch bereits vorhandene Leerrohre seien Baggerarbeiten nicht notwendig, so der Bürgermeister. In Rabel müssten zwei Kabelverzweiger mit Erweiterungsmöglichkeit gebaut werden, von denen bis zu 400 Meter entfernte Haushalte versorgt werden könnten. Die Grundstückseigentümer oder -mieter könnten zwischen Datenübertragungsgeschwindigkeiten bis zu 50 Mbit/s wählen. Dass das schnelle Internet kommen soll, darin waren sich die Gemeindevertreter einig. Die Frage der Finanzierung – Kredit oder Rücklagenentnahme – wurde kontrovers diskutiert, die Kreditbefürworter wurden jedoch schließlich überzeugt.

Zu Beginn der Versammlung wurde Bürgermeister Helmut Meyer als oberster Dienstherr der Freiwilligen Feuerwehr Rabel gefordert, den im März gewählten stellvertretenden Wehrführer Michael Rimkus (47) zu ernennen und zu vereidigen.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde die „Erhebung der Vergnügungssteuer für das Halten von Spiel- und Geschicklichkeitsgeräten“ abgeschafft. Das wurde ebenso einstimmig beschlossen wie der vom Finanzausschussvorsitzenden Alexander von Schiller vorgelegte Nachtragshaushalt, der aufgrund steigender Schulkosten und Abschreibungen eine Erhöhung von 17  000 Euro vorsieht. Insgesamt betragen die Erhöhungen 43  700 Euro – die Gemeinde hatte bereits im Haushalt 2015 Erhöhungen von 26  000 Euro geplant. Die Grundsteuern A und B wurden mit 310, die Gewerbesteuer mit 320 Prozent beibehalten.

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