Ellerau : Zwei Deutsche Meister im Freestyle

Erfolgreich bei den Deutschen Meisterschaften in der Disziplin „Music-Freestyle-Forms“: Finn Vagt (v. l.), Jarik Foth und Emily Jahnke aus Ellerau mit Medaillen auf dem Podest.
Erfolgreich bei den Deutschen Meisterschaften in der Disziplin „Music-Freestyle-Forms“: Finn Vagt (v. l.), Jarik Foth und Emily Jahnke aus Ellerau mit Medaillen auf dem Podest.

Nachwuchssportler aus Ellerau gewinnen Titel bei den Deutschen Meisterschaften im Kickboxen.

shz.de von
18. Juni 2014, 16:00 Uhr

Ellerau | Sie waren erfolgreich bei den Deutschen Meisterschaften der WAKO (World Association of Kickboxing Organization) in Wolfsburg: Emily Jahnke und Jarik Foth holten sich den ersten Platz und damit den Titel Deutscher Meister in ihrer Altersklasse. Finn Vagt landete hinter seinem Vereinskollegen Jarik auf dem zweiten Platz und wurde Deutscher Vizemeister. Die drei neunjährigen Sportler hatten sich am 22. März auf der Hamburger Meisterschaft für den Wettbewerb qualifiziert.

Alle drei Sportler starteten in der Kampfsport-Disziplin „Music-Freestyle-Forms“. Der eigentliche Unterschied im Vergleich zu den Kontakt-Kämpfen besteht darin, dass jede einzelne Technik in höchster technischer Präzision und mit optimaler Kraftentfaltung, was so im Kontaktkampf nicht möglich ist, da der Gegner sich bewegt, präsentiert werden muss. Diese Kampfsport-Formen sind in den einzelnen Stilrichtungen des Karate, Taekwondo und Kungfu vorgegeben.

Auf der nächsthöheren Stufe sind die sogenannten Freestyle-Formen zu präsentieren. Die Kampfsportler zeigen keine vorgegebene Form, sondern einen selbst erarbeiteten Schattenkampf. Bei den Musik-Freestyle-Formen kommt als weiterer Schwierigkeitsgrad noch hinzu, dass die Kampfsportler ihre Formen im Rhythmus einer von ihnen ausgesuchten Musik ausführen. „Dies stellt allerhöchste Anforderungen in Bezug auf Qualität, Standfestigkeit, Atmung, Präzision, Rhythmus und Timing an die Sportlerinnen und Sportler und ist mitunter körperlich wesentlich intensiver und anstrengender als die Kontaktsportdisziplinen“, sagt Frank Kumm von der Kampfsportschule Mudo Kwan.

Die drei Sportler hätten ihre Vorbereitungszeit mit Engagement und viel Ehrgeiz genutzt. Eine perfekte Unterstützung wurde ihnen durch ihre drei Trainer zuteil: Frank Kumm, 5. Dan (schwarzer Gürtel, Großmeister), Fabian Kullik (mehrfacher Turniersieger auf Hamburger und Deutschen Meisterschaften) sowie Alexandré Mair (mehrfacher Hamburger, Deutscher und Internationaler Meister, World Cup-Sieger, 3. Platz Weltmeisterschaft 2013 und Mitglied der deutschen Nationalmannschaft).

„Aber eine Deutsche Meisterschaft ist doch was anderes als eine Hamburger“, sagt Kumm. Entsprechend groß sei dann doch die Aufregung und Nervosität am Sonntag gewesen. Vielleicht sei das aber auch ein Ansporn für sie gewesen, denn Emily, Finn und Jarik liefen ihre Formen so gut, wie sie sie bisher noch nie gelaufen waren. Entsprechend hoch waren die Wertungen der Punktrichter.

Wer Lust hat, dem Verein beizutreten kann an einem Probetraining teilnehmen. Infos gibt es beim Verein Mudo Kwan, Werner-von-Siemens-Straße.

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