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Quickborner Tageblatt

23. August 2017 | 23:53 Uhr

Quickborn : Zugang zur Sprache erleichtern

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Büchereizentrale und Flüchtlingsrat des Landes stellen Auswahl an Büchern und Spielen zusammen - nun erhält Quickborn Medienboxen.

Quickborn | Um Flüchtlingen leichter Kenntnisse der deutschen Sprache und Kultur zu vermitteln, haben die Büchereizentrale und der Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein gemeinsam sogenannte Medienboxen zusammengestellt. Der Titel dieser Initiative lautet „Willkommen in Schleswig-Holstein – Bücher und Spiele speziell für Flüchtlinge“ und wird von den Sparkassen des Landes unterstützt. Gestern bekam die Stadtbücherei Quickborn eine Auswahl von Medien zur Verfügung gestellt, die von Matthias Dittloff, dem Leiter der Quickborner Sparkasse, überreicht wurde.

Abnehmer der Medienboxen waren Werkstatt-Leiter Christian Rohde, der als Vertereter des Diakonischen Werks Hamburg-West/Südholstein maßgeblich in die Flüchtlingshilfe in der Eulenstadt involviert ist, sowie die Büchereileitung, bestehend aus Monika Pütz und Klaus Fechner. Das Angebot richtet sich an Initiativen und ehrenamtliche Helfer vor Ort und soll diese bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen.

„Es ist zunächst eine Leihgabe für drei Monate“, berichtete Fechner. Zum Einsatz können die Materialien beispielsweise im Flüchtlingscafé und in Sprachkursen kommen. Die Medienbox enthalte Bücher und Spiele, die der ersten Orientierung in der neuen Umgebung und in der deutschen Sprache dienen sollten. Der Mix aus (Bild-)Wörterbüchern, landeskundlichen Informationen und Materialien zum Deutschlernen für die Ausgangssprache Arabisch werde ergänzt durch Spiele und Vorlesebücher. „Dazu gehört auch ein Lehrbuch Deutsch – Tygrinisch, was selten ist“, sagte Lechner zu der Möglichkeit, damit auch Flüchtlingen aus Eritrea schneller Zugang zu Wörtern und Informationen in deutscher Sprache zu verschaffen. Die von Vertretern der Büchereizentrale und des Flüchtlingsrats ausgewählten Medien richten sich laut Initatoren sowohl an Erwachsene als auch an Kinder und Jugendliche. Je nach Bedarf lasse sich die Auswahl um Materialien in unterschiedlichen Herkunftssprachen wie Persisch oder Russisch erweitern. „Mit der Finanzierung der Medienboxen wollen wir zum einen den Flüchtlingen bei ihrer Orientierung in unserem Land helfen und zum anderen die vielen Ehrenamtlichen unterstützen, die sich unermüdlich und vorbildlich für ihre Integration einsetzen“, begründete Dittloff das Engagement seines Geldinstituts.

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erstellt am 24.Nov.2015 | 00:32 Uhr

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