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Schnelles Internet : Zu wenig Interesse an Glasfaser

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Renzel: Telquick macht Erfolgsquote zur Bedingung

shz.de von
erstellt am 19.Aug.2015 | 10:00 Uhr

Quickborn | „Das neue Aufbaugebiet Quickborn-Renzel wird nur an das Glasfasernetz angeschlossen, wenn bis zum 30. September 2015 150 Haushalte einen Telquick-Vertrag abschließen.“ Die Schlusszeile des Anschreibens, das die Anwohner des Quickborner Ortsteils im Sommer von dem hiesigen Telekommunikationsunternehmen erhalten haben, sagt alles: Telquick benötigt eine Erfolgsquote, um die Internet-Infrastruktur in Renzel auszubauen und den Standards anzupassen. Doch dieses Vorhaben gestaltet sich kompliziert.

„Bisher war die Resonanz sehr gering. Wenn wir nicht mehr Verträge abschließen, wird es eng mit dem Ausbau“, sagte bereits im Juli Panagiotis Memetzidis, Geschäftsführer der Telquick-Mutterfirma Stadtwerke Quickborn. Bis zum Ende der Sommerferien solle abgewartet werden. „Danach müssen wir von Haus zu Haus gehen“, sagte Memetzidis. Er bat um „Verständnis für die Erfolgsquote, aber wir investieren nicht wenig“.

Investitionen in Höhe von 500.000 Euro

Genauer gesagt sind es 500.000 Euro. Auf diese Summe taxiert Memetzidis das Investitionsvolumen für den Anschluss Renzels an das Glasfasernetz mit Leitungen bis in die Haushalte. Die technische Umsetzung ist für 2016 geplant ist. Es gab schon leichtere Aufgaben für Telquick. Denn immerhin müssen laut Memetzdis auf einer Länge von drei bis fünf Kilometern Leitungen verlegt werden. Der Effekt für die Renzeler Internetnutzer wäre immens: Die Kupfer- würden durch Glasfaserleitungen ersetzt, die Surf-Geschwindigkeit nach Auskunft von Memetzidis von derzeit bis zu 16 auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde erhöht. „Das Paket, das wir bieten, enthält Internet, Telefon, TV, Mobilfunk und als Zusatzpaket HDTV“, beschrieb Memetzidis die geplanten Leistungen.

Aber um dies umsetzen zu können, benötigt Telquick mehr Zuschläge. „120 bis 150 Kunden brauchen wir. 120 müssen wir mindestens erreichen, die anderen können auch später dazukommen“, sagte Memetzidis. Dabei kann er auf positive Erfahrungen zurückgreifen. Denn in den Quickborner Stadtteilen, die Telquick mit Internet versorgt, hat die Stadtwerke-Tochter laut Memetzdis bisher regelmäßig Kunden gewonnen: „In anderen Gebieten haben wir die Quoten jedes Jahr um ein bis zwei Prozent erhöht.“

So ist es kaum verwunderlich, dass Memetzidis Telquick zwar als „Herkulesaufgabe“ bezeichnet, jedoch auch als eine, „die sehr gut funktioniert“. In der Telekommunikationssparte verfolgt der Geschäftsführer ehrgeizige Ziele: „Wir sind eine Firma der Stadt – und wir wollen Telquick zum Fliegen bringen.“ Die im September 2010 gegründete Firma feiert bald ihr fünfjähriges Bestehen – und was passt besser zu einem Untenehmensgeburtstag als ein erfolgversprechendes Geschäft. Doch dafür müssen deutlich mehr Renzeler Verträge abschließen.

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