Quickborn : Zitterpartie um geplanten AKN-Zugang

Ausschuss: Die Verwaltung darf das Projekt weiter verfolgen.

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17. Januar 2015, 14:40 Uhr

Quickborn | „Das war ein Eiertanz“, lautete das Fazit von Peter Groth aus Ellerau. „Schade, dass keine Entscheidung gefallen ist“, sagte Ernst Klöpner von der Bürgerinitiative (BI) Quickborn 2011. Beide Bürger hatten zuvor die Debatte über den geplanten Zugang zum ANK-Zugang an der Bahnstraße mit Spannung verfolgt. Doch die Zitterpartie geht weiter: Die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung beschlossen zwar am Donnerstagabend, dass die Verwaltung das Projekt weiter verfolgen soll. Aber erst nach Vorlegung weiterer Fakten soll darüber abgestimmt werden, ob der Zugang gebaut wird.

Wie berichtet, wurde der Zugang 2011 aus Sicherheitsgründen mit einem Stahlgitter geschlossen. Fußgänger, die zum AKN-Bahnhof Ellerau wollen, müssen nun einen großen Umweg durch einen Tunnel in Kauf nehmen. Das beklagen vor allem Anwohner der Bahnstraße, die sich einen neuen Zugang wünschen. Die Realisierung scheiterte bisher an der Frage, wer die Kosten von etwa 160.000 Euro übernimmt. Ellerau will 55.000 Euro übernehmen – allerdings verlangten die Gemeindepolitiker im Gegenzug von Quickborn die Erlaubnis, dass Aldi den Markt im Nahversorgungszentrum um 200 Quadratmeter erweitern darf. „Es ist fragwürdig, es an eine Bedingung zu knüpfen“, sagte Thomas Köppl (CDU). Dennoch empfahl Quickborns Bürgermeister dem Ausschuss, dem Bau des Projekts zuzustimmen, unabhängig davon, wie sich Ellerau verhält. Köppl gab zu bedenken, dass 400 bis 500 Anwohner überwiegend der älteren Bevölkerung betroffen seien. „Viele davon mit Rollator. Sie bekommen ihr Leben nicht mehr in den Griff.“

Das sieht auch die CDU so: „Nach langem Abwägen stimmen wir zu“, sagte Doris Torn (CDU). Gegenwind gab es von der SPD: Wolfgang Tröger sagte, es gebe Töne aus Ellerau, die relativ neu seien. Dort werde eine Tieferlegung der AKN-Gleise diskutiert und aus Kiel gebe es Signale, dass in diesem Jahr das Planfeststellungsverfahren für den zweigleisigen Ausbau der Trasse gestartet werde. Er befürchtet, dass der AKN-Zugang deswegen eine Interimslösung sei. „Das Geld geben wir nicht aus.“ Dennoch wolle er Köppl „eine Brücke bauen“. Nun soll die Verwaltung die Gespräche mit Ellerau, der AKN und dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr aufnehmen, um sicherzustellen, dass das Geld für den Bau des AKN-Zugangs dann nicht verschenkt sei.

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