Campen, rutschen und gruseln : Zeltlager der DLRG-Jugend: Eine Nacht im Quickborner Freibad

Den Sprung vom Ein-Meter-Brett wagten die meisten der Camp-Teilnehmer nach dem gemeinsamen Foto.
Den Sprung vom Ein-Meter-Brett wagten die meisten der Camp-Teilnehmer nach dem gemeinsamen Foto.

15 Mädchen und Jungen verbringen beim Zeltlager eine Nacht im Quickborner Freibad.

shz.de von
20. August 2018, 14:00 Uhr

Quickborn | Neidisch schauten die Besucher des Quickborner Freibads am Samstag auf das gelbe Ungetüm, das auf dem Wasser schwamm. Die aufblasbare Wasserrutsche war das Highlight des Zeltlagers der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Quickborn. Zunächst gehörte sie exklusiv den 15 Mädchen und Jungen, die von Samstag auf Sonntag im Freibad übernachteten.

Augen zu und ab ging es von der aufblasbaren Wasserrutsche ins kühle Nass.
Fröhlig
Augen zu und ab ging es von der aufblasbaren Wasserrutsche ins kühle Nass.
 

„Die Rutsche ist immer ein Highlight. So oft holen wir sie ja auch nicht raus, und da haben alle Spaß dran“, sagte Melanie Günther, Vorsitzende der Quickborner DLRG-Jugend. Schnell bildete sich im Wasser eine Schlange, denn die Kinder im Alter von sieben bis elf Jahren wollten nicht nur einmal die Bahn runterrutschen. Immerhin galt es, verschiedene Techniken auszuprobieren: sitzend, auf dem Rücken, auf dem Bauch, mit Anlauf auf der rutschigen Bahn und sogar mit Salto. Doch nicht nur die Kinder waren von der Rutsche begeistert. Schwimmmeister Christian Wieland war der erste Erwachsene, der sich in die Warteschlange einreihte. „Ich bin schließlich auch DLRG-Mitglied“, sagte er lachend, bevor er sich die Bahn herunterstürzte. Erst waren beide Daumen oben, dann wurde der Gesichtsausdruck doch etwas entsetzer, als er über dem kühlen Nass schwebte.

Schwimmmeister Christian Wieland ließ sich den Rutschspaß auch nicht entgehen.
Bastian Fröhlig
Schwimmmeister Christian Wieland ließ sich den Rutschspaß auch nicht entgehen.
 

Bevor die Grills angeworfen und unzählige Würstchen zubereitet wurden, gab es für die Kinder noch ein Rätsel zu lösen. Die Brennnessel musste erkannt werden. Aus deren Blättern wurden Chips hergestellt. „Die Idee hatte mein Freund“, sagte Günther. Dieser hakte ein: „50 Prozent der Kinder schmeckt es super. Die anderen 50 Prozent sind eher skeptisch.“ Probiert wurde aber trotzdem.

In die Zelte und auf die Luftmatratzen und Isomatten ging es nach dem Essen aber noch lange nicht. Die sechs Betreuer hatten eine Nachtwanderung durch Quickborn vorbereitet – natürlich mit Gruselmomenten – und anschließend wurden Lagerfeuer und Fackeln entzündet. „Zum Glück hat das Wetter mitgespielt, und wir mussten nicht ins Haus flüchten“, freute sich Günther. „Irgendwie ist es sonst Tradition, dass es zu unserem Zeltlager regnet, aber diesmal haben wir wohl mal Glück gehabt.“

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