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Internationale Wochen gegen Rassismus : Zeichen setzen für Menschlichkeit

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Bönningstedter Aktionsgruppe berät über Ideen für Aktionen im März. Die Schule Rugenbergen ist Vorreiter.

von
erstellt am 31.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Selten waren sich die Bönningstedter Politiker so einig: Ohne Gegenstimme beschloss der Sozialausschuss, eine Aktionsgruppe ins Leben zu rufen, die Veranstaltungen während der Internationalen Wochen gegen Rassismus im März organisieren soll.

Zum ersten Treffen hatte Grünen-Vorsitzende Resy de Ruijsscher eingeladen – und die Resonanz war groß: Vertreter des Kindergartens „Zwergenhütte“, des Seniorenbeirats, der Schule Rugenbergen und – mit Ausnahme der BWG – aller im Gemeinderat vertretenen Fraktionen und Parteien signalisierten ihre Bereitschaft, das Thema Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in der Gemeinde aufzugreifen und während der Internationalen Wochen gegen Rassismus eine oder sogar mehrere Veranstaltungen zu organisieren. „Auch die Volkshochschule und die Grundschule wollen sich beteiligen“, gab de Ruijsscher bekannt. Weitere Vereine und Verbände – darunter auch die Freiwillige Feuerwehr – hätten diesen ersten Termin aus Zeitgründen abgesagt.

„Ich selbst bin als Holländerin zwar schon seit 30 Jahren in Deutschland, aber letztlich auch fremd hier“, bekannte de Ruijsscher und berichtete, dass sie selbst auch schon persönlichen Anfeindungen ausgesetzt war. „Das Thema betrifft uns alle – vom Kindergartenkind bis zum Senior“, waren sich die Anwesenden einig.

Simone Becker, Lehrerin an der Gemeinschaftsschule Rugenbergen, berichtete über die Planung der diesjährigen Aktion am 21. März, dem Tag für Toleranz und Menschlichkeit. „Das friedliche Zusammenleben verschiedener Kulturen ist eine großes Anliegen unserer Schule“, erklärte die Pädagogin. „Wir haben uns deshalb darum beworben, die Plakette ‚Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage’ zu bekommen“, erklärte Becker. Im vergangenen Jahr hätten Schüler im Vordergrund gestanden, die ihr Herkunftsland den Mitschülern vorstellten. Diesmal solle am Projekttag die Initiative „Black & White“ ein Konzert geben und mit den Schülern Workshops im Trommeln, Tanzen und Singen veranstalten. An diesen Tag will die Aktionsgruppe nun anknüpfen: am Sonnabend, 22. März mit einer Veranstaltung, eventuell einer Podiumsdiskussion mit Migranten, und am Sonntag, 23. März ,mit einer Aktion, die verschiedene Religionen vereint. Der Wunsch, eine „möglichst breite Öffentlichkeit“ miteinzubeziehen, wurde von allen Beteiligten bekräftigt, es gelte ein Zeichen für Menschlichkeit zu setzen.

Wer die Aktionsgruppe unterstützen möchte, kann zum nächsten Treffen am Montag, 17. Februar, um 18.45 Uhr in die Altentagesstätte (Kieler Straße 124) kommen oder mit de Ruijsscher unter (040) 55601751 Kontakt aufnehmen.

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