Zehn Kitas einigen sich auf Leitbild

Einrichtungen wollen gemeinsam besser werden

shz.de von
06. September 2018, 16:57 Uhr

Der Quickborner Bildungsausschussvorsitzende Bernd Weiher (CDU) sprach von einer Kita-Verfassung und lobte den Inhalt: Die zehn Kindertagesstätten in Quickborn haben sich ein gemeinsames Leitbild gegeben. Grundlage sind übereinstimmende Ziele in der Arbeit und ein deckungsgleicher Qualitätsanspruch. Vor allem aber stellt die Richtschnur die Zusammenarbeit der Einrichtungen auf eine gemeinsame ethische Basis. Bei der ersten öffentlichen Vorstellung im zuständigen Ausschuss am Dienstagabend war die Resonanz der Fraktionen durchweg positiv.

Mehr als 20 Jahre alt ist das Netzwerk aus Quickborner Kita-Leitungen, dessen Mitglieder sich alle sechs Wochen treffen. Die Runde wird für Abstimmungsgespräche mit der Stadt genutzt, aber auch zum internen Erfahrungsaustausch, ein „geschützter Raum, in dem wir in Ruhe reden können“, sagte Netzwerksprecherin Annika Holmer, die das Johanniter-Kinderhaus Wilde 13 leitet. Für sie ist das Netzwerk mit dem Namen „Quitas“ auch deshalb so einzigartig, weil der Zusammenhalt groß ist, ebenso wie die Bereitschaft, die Kolleginnen von den eigenen Erfahrungen profitieren zu lassen.

„Spektakulär an dem Netzwerk ist die Tatsache, dass wir uns trägerübergreifend treffen, hierarchiefrei arbeiten und sehr offen miteinander umgehen“, so Holmer. Die einzelnen Einrichtungen seien zwar sehr unterschiedlich, nicht zuletzt in der pädagogischen Ausrichtung, „aber es gibt auch viel Verbindendes, zum Beispiel der Wunsch, das Beste für das Kind zu erreichen und für jeden ein gutes Bildungsangebot vorzuhalten“. Das wurde mit Hilfe eines vom Land finanzierten Coachs im Leitbild zusammengefasst.

Darin formulieren die pädagogischen Führungskräfte ihren hohen Qualitätsanspruch, moralisch-ethische Grundsätze im Umgang mit Kindern und deren Familien und setzen sich für Respekt vor den unterschiedlichen Lebensentwürfen ein. Bestandteil der neuen Richtlinie ist außerdem das Versprechen, weiterhin vertraut und gleichberechtigt zum Wohle der Kinder zusammenzuarbeiten, pädagogische Konzepte transparent zu machen und ein „facettenreiches Angebot von frühkindlicher Bildung zur Verfügung“ zu stellen.

Holmer möchte das Leitbild als Versprechen an die Eltern verstanden wissen, an dem sich die Einrichtungen messen lassen müssten. Die Politik reagierte positiv: „Wir können stolz darauf sein, dass wir so eine hohe Qualität in der Kinderbetreuung haben“, sagte Weiher.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen