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Quickborner Tageblatt

15. Dezember 2017 | 02:22 Uhr

Verhandlung : Zähes Feilschen um K 24-Radweg

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Henstedt-Ulzburg fordert Kreis Segeberg zu stärkerer Beteiligung an Kosten des geplanten Projekts bei Ellerau auf

von
erstellt am 28.Dez.2016 | 16:00 Uhr

Der Kreis Segeberg steht in den Startlöchern. Er will den Bau eines seit Jahren geforderten Fahrradwegs an der Kreisstraße 24 im nächsten Jahr anschieben. Sylvia Jankowski aus dem Büro des Landrats teilte auf Anfrage mit, dass „seitens des Kreises verabredungsgemäß die Maßnahme ‚Radwegebau an der K24‘ beginnend mit dem kommenden Haushaltsjahr finanziell eingeplant“ worden sei.

Ob aus der Absicht Wirklichkeit wird, steht damit aber noch nicht fest. Der Kreis will erst dann planen, wenn sich die Gemeinden Ellerau, Alveslohe und Henstedt-Ulzburg, auf deren Gebiet der Radweg zu je einem Drittel liegen würde, zu einer finanziellen Beteiligung bereiterklären. „Diese Kostenübernahmeerklärungen liegen bislang nicht vor“, teilte Jankowski mit. Einer Schätzung zufolge sollen Kosten in Höhe von 640  000 Euro anfallen, davon 70  000 Euro für den Grunderwerb sowie 570  000 Euro für die Planung und den Bau. Die drei Gemeinden sollen davon insgesamt zwei Drittel übernehmen, etwa 420  000 Euro. Durch Zuschüsse könnte der Betrag noch sinken. Aber um sie beantragen zu können, müsste der Kreis in die Planung einsteigen.

Elleraus Bürgermeister Eckart Urban (SPD) berichtete, dass Alveslohe und Henstedt-Ulzburg nach wie vor eine Beteiligung verweigerten. Er vereinbarte daher für Mittwoch, 11. Januar, ein Gespräch mit dem Landrat Jan Peter Schröder (parteilos) sowie den Bürgermeistern von Alveslohe, Peter Kroll (Bürgerverein Alveslohe), und Henstedt-Ulzburg Stefan Bauer (parteilos). Letzterer betonte gestern, dass der Radweg an einer Kreisstraße verlaufen soll. „Deshalb gehört der Kreis in eine deutlich stärkere Verantwortung“, sagte er. Land und Kreis hätten sich jüngst für den Ausbau der Hauptradwege ausgesprochen. „Das sollen nicht nur Lippenbekenntnisse sein“, forderte Bauer. Er habe kein Mandat, eine Beteiligung anzubieten. Aber wenn sich der Kreis bewegen würde, könnte er das Thema erneut in die politische Beratung geben.

Kroll war gestern nicht erreichbar. Alveslohe hatte 2015 eine Beteiligung an der Planung verweigert. Für Ellerau ist das Projekt so wichtig, dass das Dorf auch den Anteil der Nachbargemeinden an dem etwa 400  000 Euro teuren Abschnitt auf der A  7-Brücke übernehmen will.

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