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Nach Renovierung : Wohnung für Flüchtlinge im Hasloher Gemeindehaus sind bezugsfertig

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Das Willkommensteam nutzte die Möglichkeit und stellte sich den Besuchern vor.

Hasloh | Das Gemeindehaus im Hasloher Mittelweg ist kaum wiederzuerkennen: In einem durch eine Wand abgetrennten Bereich ist eine Wohnung entstanden, in der in Kürze Flüchtlinge leben werden. Etwa fünf Wochen lang schuf ein Team aus freiwilligen Helfern ein neues Zuhause für sieben Asylbewerber.

Aus einer bisherigen Rumpelkammer im Gemeindehaus in Hasloh ist ein modernes und sauberes Badezimmer geworden und auch die Küche ist mit allen notwendigen Gerätschaften ausgestattet. Etwa fünf Wochen lang schuf ein Team aus freiwilligen Helfern ein neues Zuhause für sieben Asylbewerber.

Das Ergebnis der getanen Arbeit konnten sich am vergangenen Sonntag die Hasloher Bürger genauer anschauen. Das Willkommensteam lud zu einem Tag der offenen Tür ein, um nicht nur die Räume, sondern auch die Arbeit des Teams vorzustellen. „Der Andrang ist überwältigend. Damit haben wir alle nicht gerechnet, aber es zeigt, dass der Bedarf und das Interesse da sind“, sagte der zukünftige Flüchtlingsbeauftragte Kay Löhr. Es war ein ständiges Kommen und Gehen. Immer wieder war der Flur voll besetzt, so dass ein Durchkommen nur schwer möglich war.

Aus einer bisherigen Rumpelkammer ist ein modernes und sauberes Badezimmer geworden und auch die Küche ist mit allen notwendigen Gerätschaften ausgestattet. „Der Platz erlaubt es uns sogar, zwei Waschmaschinen unterzubringen“, erklärte Löhr, der den zahlreichen Besuchern Rede und Antwort stand. Genau wie die weiteren zehn Helfer, darunter auch die Gruppenleiter der verschiedenen Bereiche. In zwei Schlafzimmern sind jeweils vier Betten untergebracht und auch für einen kleinen Gemeinschaftsraum war noch genügend Platz. In dem Gemeindehaus sollen künftig sieben Frauen untergebracht werden.

Unterstützung bei der Renovierung gab es auch von bereits angekommenen Flüchtlingen aus dem Wiegehaus in Hasloh. „Sie haben ganz kräftig mit angepackt und waren toll bei der Sache“, sagte Thomas Görlich, der sich um die Unterbringung kümmert. Fast jeden Tag waren etwa zehn bis zwölf Helfer im Einsatz, um das etwa 70 Quadratmeter große Gebäude auf Stand zu bringen. Lediglich Arbeiten wie das Fliesen Legen, Anschlüsse Einrichten oder die Errichtung einer Trockenbauwand wurde von Profis übernommen. „Laut der Gemeindevertretung ist vorgeschrieben, dass pro Person acht bis zehn Quadratmeter aufgebracht werden müssen. Das haben wir hier erfüllt“, sagte Löhr. Das Interesse und die Bereitschaft der Bevölkerung war groß. Direkt vor Ort wurden dem Willkommensteam Spenden angeboten und auch Patenschaften sollen entstehen.

Das Hasloher Willkommensteam zeigte den Besuchern die renovierten Räume des Gemeindehauses, in denen in Kürze geflüchtete Frauen und kleine Kinder unterkommen sollen. (Foto: Hofmann)
Das Hasloher Willkommensteam zeigte den Besuchern die renovierten Räume des Gemeindehauses, in denen in Kürze geflüchtete Frauen und kleine Kinder unterkommen sollen. (Foto: Hofmann)
 

Bereits am Sonnabend sind drei Frauen, die in Quickborn untergebracht waren, in das Gemeindehaus eingezogen. „Sie werden bereits seit etwa einem Monat durch Paten aus Hasloh betreut“, erklärte Löhr. Wer Interesse an einer Patenschaft hat oder sich anderweitig engagieren möchte, kann Informationen auf der Webseite des Willkommensteams finden. Dort sind auch Fakten zum Flüchtlingscafé, der Kleiderkammer und Sprachkursen zu finden.

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erstellt am 16.Feb.2016 | 16:20 Uhr

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