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Quickborner Tageblatt

22. Oktober 2017 | 21:38 Uhr

Bilsen : Wohnraum statt nur Gewerbe

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Gemeinde ändert den Bebauungsplan an der Klosterkoppel. Bilsener Bürger werden bei der Grundstücksvergabe vorgezogen.

shz.de von
erstellt am 25.Okt.2013 | 16:00 Uhr

Ab sofort können Bau- und Gewerbegrundstücke für das Baugebiet Klosterkoppel in Bilsen vorgemerkt werden – im Amtsgebäude Rantzau in Barmstedt. Die Gemeindevertretung hat den ehemaligen B-Plan 7, das Gebiet Klosterkoppel zwischen der Hemdinger Straße (L 195) und der B5, der ein reines Gewerbe- und Sondergebiet vorsah, in den B-Plan 9 geändert. Der sieht eine eingeschränkte Gewerbefläche, ein Mischgebiet sowie zwölf Wohnbebauungen vor. Zwei Gewerbeflächen sind bereits bebaut.

Im Dörpshuus wurde die Öffentlichkeit jetzt an dem Vorhaben beteiligt, und etwa 40 Bilsener erschienen, darunter nahezu alle Gemeindevertreter, um sich über das neue Bauvorhaben der Gemeinde zu informieren. Wiebke Becker von der Ingenieurgemeinschaft Reese + Wulff aus Elmshorn stellte den B-Plan vor, für den der Gemeinderat im September den Aufstellungsbeschluss gefasst hatte. Sie berichtete unter anderem, dass ein Supermarkt im Gewerbegebiet an der Hemdinger Straße geplant ist.

Bürgermeister Peter Lehnert informierte über die Vergabekriterien der Grundstücke. „Interessierten Bürgern wird empfohlen, sich in der Grundstücksliste für mehrere Baugrundstücke einzutragen“, so Lehnert. Bei der Vergabe vorgezogen werden Bilsener Bürger, die seit mindestens zwei Jahren ihren Hauptwohnsitz im Ort haben. Außerdem diejenigen, die länger als zehn Jahre ihren Hauptwohnsitz in Bilsen hatten und nicht länger als 20 Jahre nicht mehr im Ort wohnen.

Bei mehreren Bewerbern für ein Grundstück wird dieses per Losverfahren zugewiesen, wobei die Bewerber anwesend sein müssen. Die Grundstücke im reinen Wohngebiet, die zwischen 650 und 900 Quadratmeter groß sind, kosten von 110 bis 125 Euro pro Quadratmeter. Wer im Mischgebiet bauen will, bezahlt pro Quadratmeter zwischen 90 und 100 Euro.

Fragen der Zuschauern, wie etwa „Ist an der neu zu bauenden Stichstraße ein separater Geh- und Radweg geplant?“, wurden von Lehnert unmittelbar beantwortet: „Die Stichstraße wird praktisch wie eine Spielstraße gebaut“, erklärte der Bürgermeister. Wie breit diese sein werde, war ebenfalls von Interesse für die Bilsener. „6,50 Meter Breite sind vorgesehen, davon misst die Fahrbahn 5,50 Meter“, so Lehnert. Vorgeschlagen wurde an der Einmündung des Klosterkoppelwegs in die Hemdinger Straße (L195) einen Kreisel zu errichten. Dies wird der Bauausschuss beraten.

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