Quickborn : Wochenmarkt droht das Aus

Kein Wochenmarkt mehr? In Quickborn braucht es neue Stände (Symbolbild).
Kein Wochenmarkt mehr? In Quickborn braucht es neue Stände (Symbolbild).

Die Zahl der Verkaufsstände sinkt seit Jahren. Es werden dringend neue Händler gesucht. Die Veranstaltung ist in Gefahr.

shz.de von
13. November 2013, 12:00 Uhr

Neun Stände sind es sonnabends, fünf mittwochs. Seit Jahren geht die Zahl der Händler auf dem Quickborner Wochenmarkt kontinuierlich zurück. Nimmt sie weiter ab, stelle sich irgendwann die Frage, ob der Markt noch aufrecht erhalten werden könne, erläutert Tina Pauli vom Fachbereich öffentliche Sicherheit. Noch sei das allerdings kein Thema, gibt Pauli zumindest vorläufig Entwarnung. Dennoch ist die Stadt derzeit auf der Suche nach neuen Markthändlern – und kann bereits erste Erfolge verbuchen.

„Für beide Markttage konnte ein neuer Fischhändler angeworben werden“, so Pauli. Somit wird es künftig zumindest sonnabends zwei Verkaufsstände geben, an denen Fischprodukte angeboten werden. Ab dem 16. November wird zudem ein Stand mit wechselnden, frisch zubereiteten Suppen und Eintöpfen das Angebot ergänzen. „Wir freuen uns über den Zuwachs“, so Pauli.

Doch trotz der Neuzugänge liegt die Zahl der Marktstände deutlich unter früheren Werten. „Ich erinnere mich an Zeiten, als beide Parkmuscheln vor dem Rathaus brechend voll waren“, sagte die Verwaltungsfachangestellte im Tageblatt-Gespräch. Gerade sonnabends habe es teilweise bis zu 19 Stände gegeben. Zwar würde die Zahl saisonbedingt schwanken, da beispielweise im Winter keine Gartenpflanzen angeboten würden, doch mittlerweile sei es „sehr übersichtlich“ geworden, so Pauli. Sichtbare Folge: Ab heute werden die Marktstände mittwochs nicht mehr in der vorderen, sondern in der hinteren Parkmuschel, aufgebaut. Für die Kunden bedeutet das: Angebotsrückgang auf der einen, zusätzlicher Parkraum auf der anderen Seite. Denn die Parkplätze der vorderen Parkmuschel werden auf diese Weise für Besucher des Wochenmarktes zum Parken freigegeben, wie die Verwaltung mitteilte.

Seit Mitte Oktober sucht die Stadt nach zusätzlichen Händlern, hat unter anderem eine entsprechenede Meldung auf ihrer Website veröffentlicht. Dabei wird auch auf die Standort-Vorteile verwiesen, etwa die direkte Bus- und Bahnanbindung. Die Spanne der möglichen Angebote ist breit: Gern gesehen wären laut Verwaltung Stände mit Fleischwaren, Molkereiprodukten, Bio-Waren, Blumen und Pflanzen, Backwaren sowie ausländische Spezialitäten. Generell gilt: Händler können einfach am Markttag mit einem Verkaufsstand auf den Rathausvorplatz kommen. „Keiner wird weggeschickt“, so Pauli. Doch aus organisatorischen Gründen sei es besser, wenn neue Händler sich vorher unter der Telefonnummer (0 41 06) 61 11 32 anmelden.

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