zur Navigation springen

Empfang der Quickborner Arbeiterwohlfahrt : „Wir sind so eine Art Bürgerhaus“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Hilfsorganisation feiert ihr 40-jähriges Bestehen. Der Kreis gratulierte.

shz.de von
erstellt am 27.Aug.2013 | 00:31 Uhr

Die Arbeiterwohlfahrt in Quickborn gibt es schon seit Frühjahr 1946. Am Sonntag wurde ein anderes Jubiläum gefeiert: 40 Jahre gibt es das Haus in der Kampstraße, in dem sich damals erfolgreich eine Senioren-Begegnungstätte etablierte, die inzwischen zum vielseitig genutzten AWO-Treff geworden ist. Darüber sprachen beim festlichen Empfang am Sonntag die Vorsitzende Elke Schreiber, Bürgervorsteher Henning Meyn, der die Glückwünsche der Stadt und der Ratsversammlung überbrachte sowie - als Festredner - der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann.

Aber auch die Vorsitzenden der Quickborner Parteien waren gekommen, um Glückwünsche, Blumen und Geschenke zu überbringen: Jörn Kruse (CDU), Enno Hasbargen (SPD) und Annabell Krämer (FDP). Von der Verwaltung erschien der zuständige Fachbereichsleiters Carsten Möller, dem ein offenes Ohr für die Sorgen und Wünsche der AWO bestätigt wurde. Sein spontaner Zwischenruf: „Die Vereine und Verbände liegen mir immer am Herzen!“

Elke Schreiber schilderte, dass ihre engagierten Vorgängerinnen den Grundstein für die Erfolge der AWO in Quickborn gelegt hätten: Gisela Riemer, Christa Abendroth, Elfriede Röhrs und Bärbel Falkenrich. „Die Zeiten haben sich verändert und somit auch die Aufgaben der Arbeiterwohlfahrt“, sagte sie rückblickend. Sie sei stolz darauf, dass sich die Palette der Angebote nicht nur auf den Kaffee-Treff von Montag bis Freitag beschränke. Dazu kommen zahlreiche Feste und Ausflüge, die vom Vorstand und einem 25-köpfigen Helfer-Team bewältig werden. „Das bedeutet etwa 7500 Stunden ehrenamtlichen Einsatz für unsere Mitglieder und Gäste.“

Die Räume der AWO werden inzwischen auch von anderen Vereinen und Organisationen genutzt. Dazu gehören der Anglerverein, ein Bridge-Club, die Speedstacking-Jugend und die SPD, deren Vorsitzender sich bedankte, „dass wir hier in guter Gemeinschaft tagen dürfen“.

Hinzu kommen professionelle Angebote wie die Schuldnerberatung, ein Patienten-Club und die Schwangerschaftsberatung, die zur festen Einrichtung in Quickborn geworden ist. Diese Entwicklung fand Anerkennung von Bürgervorsteher Hennig Meyn, er betonte, dass der ehrenamtliche Einsatz keine Selbstverständlichkeit sei. Für das stark genutzte Haus regte er einen Internet-Anschluss und die Einrichtung einer Website an.

Rossmann bestätigte in seinem Festvortrag, dass unter den 3800 Ortsvereinen „der Quickborner einer der aktivsten“ sei. Außerdem gehöre er zu den ganz wenigen Institutionen, die ohne hauptamtliches Personal arbeite.

In einem kurzen geschichtlichen Rückblick erinnerte Rossmann an das Gründungsjahr der Arbeiterwohlfahrt 1919 durch Marie Juchacz, die Mitglied der Nationalversammlung war. Damals und auch nach 1945 habe es sehr viel Elend durch die Folgen der beiden Weltkriege gegeben.

„Welch große Gemeinschaftsleistung wurde da über viele Jahre erbracht. Da war schon eine Nähmaschine so etwas wie ein Schatz, um Hilfe und Selbsthilfe zu organisieren.“

Er appellierte an die AWO-Freunde, weiterhin mit der Zeit zu gehen und die heutigen Herausforderungen anzupacken. Dazu gehöre auch das soziale Bündnis für Schleswig-Holstein, gegen die Altersarmut zu kämpfen.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen