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Quickborner Tageblatt

23. November 2017 | 10:12 Uhr

Wiedersehen nach 50 Jahren

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

44 Ehemalige der Quickborner Volksschule feiern bei „Schadendorf“ / Organisatorin Monika Föhlinger erhält als Dank kleine Geschenke

Ausgelassene Stimmung schon bei den Begrüßungen vor dem Eingang des Landgasthofs „Schadendorf“ in Hasloh. 44 Ehemalige des Entlassungsjahrgangs 1964 der Volksschule Quickborn feierten hier am vorigen Freitag nach 50 Jahren ein Wiedersehen. „Gesichtskontrolle“ wie üblich, denn die spannende Frage war: Welche Schüler aus den Parallelklassen der Lehrer Walter Stobbe und Horst Half würden zum runden Jubiläum erscheinen?

Bereits 2008 hatte die Ehefrau von Klaus Föhlinger, die nicht in Quickborn zur Schule ging, ein erfolgreiches Klassentreffen im „Sporthotel“ organisiert. Um alle „Ehemaligen“ aufzuspüren, benötigte Monika Föhlinger vier Monate Vorbereitungszeit, was daran lag, dass die Frauen nach der Heirat meistens ihren Mädchennamen ablegen.

44 Teilnehmer aus zwei Parallelklassen sagten auf Anfrage zu, darunter sieben „Neue“, die noch bei keinem Treffen erschienen waren. Die Kontakte pflegt die blinde Organisatorin über ein sprechendes Computer-Programm, das alle ihre Eingaben und E-Mails vorliest. Mit dieser speziellen Ausstattung in ihrem Büro konnte sie übrigens auch über viele Jahre – bis zu ihrer Rente – für die Selbsthilfeorganisation „Pro Retina Deutschland“ tätig sein und Beratungen durchführen.

Am Freitagabend stellten sich zunächst alle Ehemaligen für ein großes Erinnerungsfoto vor dem Gasthof auf. Ein schwieriger Akt, weil jeder die Gelegenheit nutzte, sich mit den anderen auszutauschen. Im Theatersaal des Gasthofs war unterdessen ein großes Schlemmer-Büfett vorbereitet worden, das alle zufrieden stellte. Danach präsentierten Monikas Ehemann und der weitgereiste Karl-Heinz Kunkel, Mitglied der schwedischen Ingenieursvereinigung, Bilder vom vorigen Klassentreffen. Zunächst auf der Bühnenleinwand, was aber wegen der Entfernung nicht optimal war, anschließend gingen beide mit ihren Laptops von Tisch zu Tisch. Es versteht sich von selbst, dass kein Foto unkommentiert blieb.

Die Frauen nutzten das Jubiläumstreffen auch für andere Themen: Enkelkinder, Gesundheit, Urlaubspläne. „Die Kontakte auf unseren Klassentreffen entwickeln sich in eine erfreuliche Richtung. Wir Frauen haben Absprachen getroffen, dass wir uns künftig auch privat treffen wollen, damit wir uns nicht aus den Augen verlieren“, sagte Gerda Bargmann.

Ein Blick auf die Teilnehmerliste bestätigt, dass rund die Hälfte immer noch oder wieder in Quickborn oder in den umliegenden Gemeinden wohnt. Peter Porr aus Lentföhrden war trotz eines Leitersturzes mit seinen Gehhilfen zum Jubiläumstreffen erschienen.

Klaus Föhlinger, auch das ist keine Selbstverständlichkeit, kam nach einer Herzbehandlung im Albertinen-Krankenhaus zum Treffen. Seine Bemerkung „Ein bisschen komisch ist mir noch von der Narkose, aber das Fest wollte ich mir nicht entgehen lassen.“

Tags darauf berichtete seine Frau Monika dieser Zeitung: „Wir waren die letzten Gäste. Morgens um halb zwei haben wir das Lokal verlassen. Es war ein gelungener Abend, auch wenn sich manche Autofahrer schon früher verabschieden mussten.“ Für ihren liebevollen Einsatz bekam sie von den Teilnehmern kleine Geschenke: Blumen, Hörkassetten und Süßigkeiten.


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