Tag der offenen Tür : Wenn bei der Feuerwehr Quickborn die Hütte brennt

Feuer: Die Jugendwehren von Quickborn und Bönningstedt demonstrierten an zwei brennenden Häusern ihre Arbeit.

Feuer: Die Jugendwehren von Quickborn und Bönningstedt demonstrierten an zwei brennenden Häusern ihre Arbeit.

Quickborner Wehr öffnet ihre Tore für Groß und Klein. Jugendwehr zeigt, was sie kann. Weniger Besucher als in Vorjahren.

shz.de von
25. Juni 2018, 15:03 Uhr

Quickborn | Am Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr in Quickborn stand in diesem Jahr die Jugendfeuerwehr im Mittelpunkt. Im Programm folgte ein Höhepunkt dem nächsten. Am beeindruckendsten war für viele Besucher der gemeinsame Löschangriff der Jugendfeuerwehren Quickborn und Bönningstedt: Die Nachwuchskameraden hatten für die Demonstration ihrer umfassenden Ausbildung auf dem Hof der Stadtwerke Quickborn zwei Häuser aus Paletten gebaut und sie in Brand gesteckt.

Zufrieden: Stellvertretender Wehrführer Daniel Dähn (v. l.), Pressesprecher Thorsten Wiehe, Jannik Urbanik (Jugendfeuerwehr),  Hauptfeuerwehrmann Sebastian Göhring, Dennis Ahrens,  Spezialgruppe „Absturzsicherung“)  Wehrführer Wido Schön.
Thölen

Zufrieden: Stellvertretender Wehrführer Daniel Dähn (v. l.), Pressesprecher Thorsten Wiehe, Jannik Urbanik (Jugendfeuerwehr),  Hauptfeuerwehrmann Sebastian Göhring, Dennis Ahrens,  Spezialgruppe „Absturzsicherung“)  Wehrführer Wido Schön.

 

Aufgrund ihres souveränen Einsatzes mit geübten Handgriffen konnten die Jugendlichen das Feuer in kurzer Zeit löschen. „Die Jugendfeuerwehr hat sich eindrucksvoll präsentiert“, sagte Bürgervorsteher Henning Meyn (CDU). Außerdem sei er begeistert, wie die Feuerwehr wieder einmal Jung und Alt auf die Beine gebracht habe.

Hubrettungsfahrzeug für das Kistenstapeln

Direkt vor der Wache stand „Florian Pinneberg 70-32-01“, wie der offizielle Funkrufname der 2017 eingeweihten Drehleiter lautet. Das Hubrettungsfahrzeug wurde fürs „Kistenstapeln“ gebraucht. Die Gruppe „Absturzsicherung“ der aktiven Wehr stellte ihre besonderen Gerätschaften, die normalerweise bei Einsätzen auf Dächern und Bäumen benötigt werden, für das Spiel zur Verfügung. Kamerad Dennis Ahrens aus der Spezialgruppe checkte vorab, ob alle Knoten richtig gesetzt waren. Gut gesichert konnten danach Kinder und Jugendliche versuchen, aus fünfzehn Getränkekisten einen Kletterstapel unter sich  zu errichten. Jasmin von der Jugendfeuerwehr machte es sehr spannend. Kurz vor der allerletzten Kiste begann der Turm unter ihr zu wackeln. Jasmin rief noch: „Heiko, halt mich bitte fest“ – und hing im nächsten Moment schon in den Seilen.

Die Jugendfeuerwehr veranstaltete in einem Parcours Übungen mit den Gästen.  Beim Wasserspiel konnten sie sich   mit dem wuchtigen Schlauch in der Hand schon wie echte Retter fühlen.  Mit dem Wasserstrahl konnten n sie einen Fußball lenken.
Natascha Thölen

Die Jugendfeuerwehr veranstaltete in einem Parcours Übungen mit den Gästen.  Beim Wasserspiel konnten sie sich   mit dem wuchtigen Schlauch in der Hand schon wie echte Retter fühlen.  Mit dem Wasserstrahl konnten n sie einen Fußball lenken.

 

Auf dem Parkplatz des Feuerwehrgeländes hatte die Jugendfeuerwehr einen Parcours mit verschiedenen Übungsstationen aus ihrem Ausbildungsrepertoire für Kinder aufgebaut. Die jüngsten Besucher durften eine Saugleitung zusammenbauen. Beim Wasserspiel konnten sich die kleinen Nachwuchsfeuerwehrleute mit dem wuchtigen Schlauch in der Hand schon wie echte Retter fühlen. Mit dem Wasserstrahl mussten sie einen Fußball lenken. Das erforderte besonderes Geschick. Mark (6) sagte: „Fußballspielen kann ich gut, aber der große Schlauch ist ganz schön schwer.“

Naschi-Tüten zur Belohnung

Das bemerkten auch die Kinder an Station Nummer drei beim Aufrollen der Feuerwehrschläuche. Nachdem der Nachwuchs schließlich auch einige der Fahrzeuge genau unter die Lupe genommen hatte, gab es zur Belohnung eine von der Jugendfeuerwehr gepackte Naschi-Tüte.

Musikalisch sorgte die Jugend-Brassband mit einem Flashmob für eine Überraschung bei den Besuchern. Selbst in den Reihen der Feuerwehr waren die Kameraden sichtlich verblüfft, als um 13 Uhr plötzlich einzelne Musiker in rotweißen Uniformen aus allen Ecken auftauchten und nach und nach zu „Walking on Sunshine“ miteinstimmten. „Eine tolle Idee“, sagte Thorsten Wiehe, Pressesprecher der Quickborner Wehr. Svenja Spiegel, Vorsitzende des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Hasloh, die zum Zuschauen bei ihren Kollegen gekommen war, fügte hinzu: „Wirklich beeindruckend, sie spielen bei Wind und Wetter und machen immer gute Musik.“

Wind und Wetter waren  abgesehen von einigen  Parallelveranstaltungen  sicherlich auch der Grund dafür, warum an diesem Tag der offenen Tür nicht ganz so viele Besucher den Weg zur Wache fanden, wie in den vergangenen Jahren. Wehrführer Wido Schön war trotz allem mit der Veranstaltung zufrieden. „Ich freue mich ganz besonders, dass die Jugendfeuerwehren aus Bilsen und Bönningstedt dabei sind“, sagte er. „Das dokumentiert die Verbundenheit und gute Zusammenarbeit der Wehren an der Kieler Straße. Auch Hasloh gehört normalerweise dazu. Die haben aber heute eine eigene Veranstaltung“, sagte Schön.

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