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Quickborner Tageblatt

29. Juni 2017 | 04:14 Uhr

Weniger Straftaten in Quickborn

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

KriminalitätDiebstähle sind die größte Deliktgruppe in der Stadt/ Präventivarbeit zeigt Erfolge bei Wohnungseinbrüchen

Quickborn befindet sich im Abwärtstrend – zumindest, was die Kriminalität angeht. Gestern stellten Götz Nowobilski (Leiter der Polizeistation Quickborn) und Carsten Sander (Leiter des Ermittlungsdienstes und stellvertretender Leiter) die Polizeiliche Kriminalstatistik für das vergangene Jahr in Quickborn vor.

Insgesamt 1180 Straftaten erfassten die Beamten im Jahr 2016, das sind 7,2 Prozent weniger als noch im Vorjahr. Quickborn liegt damit im Bundestrend. „Wir freuen uns darüber, seit zehn Jahren einen stetigen Abstieg bei den Straftaten zu verzeichnen“, sagte Nowobilski im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Wahrscheinlichkeit, in Quickborn Opfer einer Straftat zu werden, liegt niedriger als der Durchschnitt für den Kreis Pinneberg: Auf 100  000 Einwohner hochgerechnet, liegt die Häufigkeit in Quickborn bei 5726, ein Abstieg zum Vorjahr in Höhe von 496. Zum Vergleich: Im Kreis Pinneberg werden 6164 Bürger von 100  000 Opfer einer Straftat, im Land Schleswig-Holstein sogar 7225.

Besonders kleinere Delikte gehören zu den Aufgabenbereichen der Quickborner Beamten. „724 Straftaten wurden direkt von uns bearbeitet, die restlichen wurden an die Kriminalpolizei in Pinneberg weitergeleitet“, so Nowobilski. Ihre Aufklärungsquote konnten die Quickborner Beamten leicht verbessern: Von 43,9 Prozent auf 44,8 Prozent. Dabei machten Diebstahlsdelikte mit insgesamt 40 Prozent aller Straftaten den größten Block aus, gefolgt von Vermögens- und Fälschungsdelikten.

Auch die Wohnungseinbrüche in Quickborn nahmen ab: 58 Taten im Jahr 2015 stehen 57 Taten im Jahr 2016 gegenüber. Nowobilski und Sander führen das auf die verbesserte Präventivarbeit zurück. „Wir stellen mehr Personal für Kontrollen bereit, fahren mit Zivilstreifen und arbeiten täterorientiert“, so Sander. Die Aufklärungsquote bei erfolgten Einbrüchen liegt mir rund zehn Prozent zwar immer noch höher als die des Kreises Pinneberg (6,3 Prozent im Jahr 2016), trotzdem aber insgesamt niedrig. „Das liegt vor allem daran, dass selten Spuren hinterlassen werden, die uns bei der Ermittlungsarbeit helfen“, so Sander.

Ganz gegen den Bundestrend liegt Quickborn im Bereich des Widerstands gegen Polizeibeamte. „Hier hatten wir im vergangenen Jahr nur zwei Fälle – und das waren eher Missverständnisse als wirkliche Angriffe“, so Nowobilski. Zum Vergleich: Noch 2007 kam es zu 18 Widerstandshandlungen gegen Quickborner Polizisten.

Mit der rückläufigen Entwicklung der Kriminalität in der Stadt sind die Beamten zufrieden – einzig die personelle Unterbesetzung mache ihnen derzeit zu schaffen, so Nowobilski. „Eigentlich sollten 20 Beamte hier auf der Wache arbeiten“, sagt er. Tatsächlich sind aber nur 18 Personen dort im Dienst. „Das bedeutet für uns, dass wir häufiger in unserer täglichen Arbeit unterbrochen werden, weil wir immer eine Streife auf der Straße bereitstellen und deshalb noch weniger Personal auf der Wache haben“, so der Leiter der Polizeistation. Auch würden häufig Kollegen für regionale Einsätze – beispielsweise bei Fußballspielen – abgezogen und deshalb im Tagesgeschäft fehlen.

Die unter Quickborner Bürgern viel diskutierte Lage der Polizeiwache in der Ernst-Abbe-Straße in dem Gewerbegebiet in Quickborn-Heide stelle für die Beamten aber kein Problem dar. „Wenn wir Musik und Blaulicht anschalten, sind wir in drei Minuten in der Innenstadt“, so Nowobilski.

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