zur Navigation springen

Quickborner Niederlage : Weg für Riesenmasten frei

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Antrag abgelehnt: Für das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig haben die Klagen habe keine aufschiebende Wirkung

shz.de von
erstellt am 07.Okt.2013 | 15:00 Uhr

Bittere Niederlage für die Gegner der geplanten Riesenmasten in Quickborn. Mit dem Bau kann der Netzbetreiber Tennet mit Sitz in Bayreuth sofort beginnen. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat die Eilanträge der Stadt und privater Wohnanlieger abgelehnt. Ziel der Antragsteller war es, den Bau der 380 kV-Freileitung solange zu verhindern, bis über die Klagen abschließend entschieden wird.

„Wir sind sehr enttäuscht darüber, dass unser Antrag nicht durchgekommen ist. Wir werden das jetzt mit unserem Anwalt besprechen“, sagte gestern Stadtrat Klaus Hensel (CDU).

Die Stromtrasse verläuft aus Sicht der Gegner zu nah an einer Wohnbebauung am Peperkamp und dem Gymnasium im Schulzentrum-Süd vorbei. Die Antragsteller fordern daher eine Verschwenkung der Stromtrasse in diesem Bereich oder die Verlegung von Erdkabeln. Sie befürchten für Anwohner und Schüler eine gesundheitliche Gefahr durch erhöhte magnetische Strahlung.

Auch darüber werden sich die Kläger nicht freuen: Das Bundesverwaltungsgericht begründet die Ablehnung der Anträge damit, dass die Klagen voraussichtlich erfolglos bleiben werden, weil durch die neue Freileitung die Grenzwerte für die Immissionen durch elektromagnetische Felder eingehalten würden. Eine Verschwenkung der Trasse in der Nähe der Wohnbebauung käme ebenfalls nicht in Frage, weil die betroffenen Grundstücke durch die bereits bestehende Freileitung vorbelastet seien.

Über die Klagen werde der Senat voraussichtlich im Frühjahr 2014 entscheiden, teilte das Bundesverfassungsgericht gestern mit. Doch bis dahin dürfte Tennet mit dem Bau der Riesenmasten in Quickborn längst begonnen haben.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen