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„Gertrudenhof“ in Quickborn : Weg frei für mehr als 90 Wohnungen

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Politik gibt grünes Licht für den B-Plan.

Quickborn | Der Bebauungsplan Nummer 106 „Gertrudenhof“ wird aufgestellt. Einstimmig folgten die Quickborner Ratsmitglieder während ihrer Sitzung am Montagabend in der Mensa der Comeniusschule der Empfehlung, den ihr der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt vor knapp zwei Wochen gegeben hatte.

Laut Entwurf des Investors, der Quickborner Firma Schaffarzyk, sollen auf dem Gebiet südlich der Feldbehnstraße, westlich der an der Feldbehnstraße gelegenen Waldfläche und nördlich des Amselwegs insgesamt 92 Wohneinheiten in bis zu dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern entstehen.

Der Entwurf war während der Ausschusssitzung vorgestellt worden und warf dabei Fragen auf: nach Gebäudehöhen sowie nach vorhandenem Wald- und Baumbestand. Im Zuge dessen hatten die Fraktionen von SPD, Bündnis90/Die Grünen und FDP einen Ergänzungsantrag formuliert, der die Verwaltung auf Klärung dieser Sachverhalte verpflichtet. Den Antrag nahm der Rat mit 15 Ja-Stimmen bei zwölf Enthaltungen an.

Das Fällen eines großen Laubbaums am „Gertrudenhof“ hatte schon zur Ausschusssitzung Anwohner des Amselwegs gelockt, um ihren Unmut kundzutun. Auch zur Ratsversammlung fanden sich einige ein, fünf von ihnen beteiligten sich als Sachverständige an der Diskussion. Dass Anfang 2012 noch von 21 Wohneinheiten die Rede gewesen sei und jetzt von über 90, verwundere, erschüttere und enttäusche ihn, sagte Anlieger Klaus-Ulrich Willamowski.

Anwohner tun sich schwer

Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) verwies in der Folge darauf, dass die Stadt bereits Ende der 90er-Jahre im Flächennutzungsplan festgelegt habe, dass auf dem Gebiet Wohnbebauung stattfinden könne. Wie schwer sich einige mit dieser Vorstellung tun, verdeutlichte ein anderer Anwohner des Amselwegs. Er sei dort aufgewachsen und „es war immer eine grüne Landschaft. Das wäre uns dann genommen. Es ist schön, wenn 400 neue Bürger kommen, aber nicht zu unseren Lasten.“

Stellvertretend für die Ratsversammlung appellierte Astrid Huemke (SPD) am Ende der Diskussion: „Wir fassen heute den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan. Danach bestimmt die Politik, was da hineingeschrieben wird.“

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erstellt am 01.Apr.2015 | 12:00 Uhr

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