Wechsel an der Spitze in Bönningstedt

Sie bilden das neue Dreiergespann: Bürgermeister Rolf Lammert (Mitte) mit seinen Stellvertretern Niels Hansen (links) und Karl-Heinz Franze.
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Sie bilden das neue Dreiergespann: Bürgermeister Rolf Lammert (Mitte) mit seinen Stellvertretern Niels Hansen (links) und Karl-Heinz Franze.

Rolf Lammert (CDU) ist neuer Bürgermeister

shz.de von
23. Juni 2018, 16:00 Uhr

Die Kommunalwahl-Misere vor fünf Jahren steckt Rolf Lammert (CDU) noch immer in den Knochen. Das Los musste damals entscheiden, wer Bürgermeister von Bönningstedt werden sollte. Lammert zog den Kürzeren (unsere Zeitung berichtete).

Entsprechend wirkte er während der konstituierenden Sitzung auch deutlich angespannt. Als Ilse Bartsch (CDU) als zweitältestes Mitglied der Gemeindevertretung dann die Worte „Herzlichen Glückwunsch, Herr Lammert, Sie sind der neue Bönningstedter Bürgermeister“ aussprach, war ihm die Erleichterung deutlich anzusehen. Mit zehn Stimmen von den Politikern der CDU und SPD unterlag ihm sein Gegenkandidat Peter Liske (BWG), der sieben Stimmen aus den eigenen Reihen erhielt.

Bereits im Vorfeld hatte Lammert gesagt, dass er ein „gebranntes Kind“ sei. Doch jetzt blickt der neue Bürgermeister der Gemeinde nach vorne. „Wir wollen es besser machen als in den vergangenen fünf Jahren“, betonte er während seiner ersten Rede als Gemeindeoberhaupt. Er lege besonders großen Wert auf ein faires Miteinander. „Wir dürfen uns nicht gegenseitig zermürben. Streiten und Diskutieren befürworte ich jederzeit, aber konstruktiv“, sagte Lammert weiter an die Gemeindevertreter gerichtet. Er selbst versprach, sich ebenfalls daran zu halten. Gleichzeitig nutzte er die Gelegenheit, um sich bei seinem Vorgänger für dessen Arbeit zu bedanken. „Das Ehrenamt kostet nicht nur Zeit, sondern auch sehr viel Kraft“, lobte Lammert.

Zum ersten Stellvertreter des neuen Bürgermeisters wurde mit 13 Ja-Stimmen Niels Hansen (BWG) gewählt. Einstimmig sprachen sich die Gemeindevertreter für den zweiten Stellvertreter Karl-Heinz Franze (SPD) aus.

Bevor es an die Neubesetzung der Ausschüsse ging, musste noch eine Antrag der BWG besprochen werden. Die Wählergemeinschaft beantragte die Einführung eines neuen ständigen Ausschusses, der sich um Umweltschutz, Dorfentwicklung und Friedhofsangelegenheiten kümmern soll. „Wir haben mit dem Bauausschuss einen Mammutausschuss geschaffen. Friedhofsangelegenheiten kommen dort viel zu kurz und werden nicht genügend besprochen“, argumentierte Christel Hansen (BWG). Es sei dringend erforderlich, einen Umwelt- sowie einen Bauausschuss in der Gemeinde zu haben.

Für die Vertreter der CDU und SPD erschienen die Gründe dafür nicht plausibel. Beide sprachen sich dagegen aus. „Die CDU sieht keinen Bedarf. Wir halten den Antrag inhaltlich und sachlich für nicht zielführend“, erläuterte Björn Kass (CDU). Mit sieben Ja-Stimmen und zehn Nein-Stimmen wurde der Antrag schließlich abgelehnt. Somit bleibt es in Bönningstedt auch zukünftig bei den drei ständigen Ausschüssen für Finanz- und Personalwesen, für Schule, Sport, Kultur, Jugend und Senioren sowie für Bauwesen.

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