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Haushalt 2015 : Was sich Quickborn sparen könnte

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Stadt gibt zu viel Geld aus. Die Verwaltung legt jetzt eine Liste über Konsolidierungsmöglichkeiten vor.

shz.de von
erstellt am 08.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Quickborn | Im Juni beginnt die Fortschreibung der mittel- und langfristigen Finanzplanung – es ist die Voraussetzung für die Aufstellung des Haushalts 2015. Laut aktueller Prognosen wird er ein Defizit von 975.000 Euro aufweisen. Mit weiteren Mehraufwendungen im Zuge des geänderten kommunalen Finanzausgleichs ist ebenfalls zu rechnen: 600.000 Euro könnten fällig werden, so die Kämmerei.

Schon jetzt ist klar: Es muss gespart werden, zumal der Minus-Haushalt 2014 von der Kommunalaufsicht nur unter Vorbehalt genehmigt wurde. Das Innenministerium hatte zu Konsolidierungsmaßnahmen geraten.

Nun hat die Verwaltung eine Liste vorgelegt. „Es ist keine Giftliste, sondern es werden Konsolidierungsmöglichkeiten aufgezeigt. Sie ist völlig neutral und ohne inhaltliche Bewertung dargestellt“, sagte Bürgermeister Thomas Köppl. Das zeigt sich schon darin, dass keine Einsparungspotenziale explizit genannt werden. Einige der Möglichkeiten seien gangbar, andere nicht, so Köppl. „Wir haben Stellschrauben aufgezeigt. Jetzt muss die Politik entscheiden, ob sie gedreht werden.“

Allerdings steht fest: „Es muss mehr Geld in die Kasse oder es muss gespart werden. In beide Richtungen kann man gehen. Das muss die Politik entscheiden“, unterstrich Köppl erneut. Unterdessen sind die ersten Maßnahmen bereits beschlossen worden: So hatte die Quickborner Ratsversammlung Montag vor einer Woche beschlossen, die Freibadgebühren moderat anzuheben. Auch wer die Gartenabfallanlage künftig nutzt, muss mehr zahlen.

Einsparmöglichkeiten sind:

Jugendarbeit

Verzicht auf Veranstaltungen, Ferienprogramm, Projekte und Angebote

Heimat- und Kulturpflege

Streichung von Festen (Kosten derzeit 35.300 Euro)

Kita Zauberbaum

Streichung Mittel für zusätzliche Elternarbeit und Qualifizierungsmaßnahmen, Streichung sozialere Sozialstaffel

Betreuungsschulen

Einstellung der Förderung (derzeit 23.400 Euro)

Offene Ganztagsschule

Einstellung der Maßnahme (netto Kosten derzeit 72.000 Euro)

Volkshochschule

Erhöhung der Teilnehmergebühren

Dorfgemeinschaftshaus Renzel

Verkauf der Liegenschaft

Sport- und Begegnungsstätte

Verkauf der Liegenschaft

Freibad

Weitere Erhöhung der Eintrittsgebühren, Kürzung der Saisonzeit und Reduzierung der  Öffnungszeiten

Steuern

Anhebung der Grund-, Gewerbe- und Hundesteuer

Gemeindestraßen

Reduzierung der Pflegeintensität

Gemeindeorgane

Sitzungsgelder reduzieren (derzeit: 95.000 Euro)

Wirtschaftsförderung

Haushaltsmittel für Stadtmarketing reduzieren (derzeit 46.500 Euro)

 
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