Was macht Cleopatra in Ellerbek?

„Obelix“ Malte kam mit dem Hinkelstein zum Handball-Turnier. Cheerleader gab’s schon damals.
„Obelix“ Malte kam mit dem Hinkelstein zum Handball-Turnier. Cheerleader gab’s schon damals.

Neues Musical der Musikis ist eine fantastische Reise in die Vergangenheit der Gemeinde

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20. März 2018, 16:00 Uhr

„Vielleicht ist das der Ort, an dem die ersten Ellerbeker entdeckt wurden“, stellten Lena-Sophie, Julia und Lena fest. Für das diesjährige Musical der Ellerbeker Musikis „Die etwas andere Chronik von Ellerbek“ waren sie auf der Bühne in der Schulsporthalle der Hermann-Löns-Schule in die Rollen von Schülern der vierten Klassen geschlüpft.

Im neuesten Stück aus der kreativen Ideenwerkstatt von Musikpädagogin Ruth Bednarski-Köller und Uta Milde, die für die Texte verantwortlich zeichnete, sollten die Nachwuchsschauspieler als Hausaufgabe bedeutende Orte in ihrer Gemeinde aufzählen. Die Viertklässler fanden die Aufgabe zunächst weder spannend noch waren sie der Meinung, dass es in Ellerbek besondere Orte gäbe. „Doch was ist schon bedeutend?“, fragten sich die Schüler und kamen auf eine Idee. Da das meiste ohnehin in Vergessenheit gerate, könne man sich selbst Geschichten ausdenken.

Eine Schülerin erklärte: „Was für mich bedeutend ist, bestimme immer noch ich selber.“ Für sie seien es die Steine vor dem Gemeindebüro, auf denen sie nach der Schule sitze und warte, bis ihr Vater sie abhole. Die Kinder fanden gemeinsam eine einleuchtende Erklärung, wie die großen Findlinge einst an ihren Platz gekommen waren. Es konnte nur Viertklässler Malte als Obelix gewesen sein, der zum ersten Ellerbeker „Hinkelstein-Handball-Turnier“ in die Gemeinde kam. Viel Spaß hatten die Zuschauer in der voll besetzten Turnhalle, als Obelix den riesengroßen, weichen Hinkelstein-Ball in die Menge warf und ein interaktives Handballspiel zwischen Publikum und Musicaldarstellern begann.

Auch zum Mittanzen wurden die Besucher von den jungen Schauspielern animiert. Zusammen mit den typischen Ellerbeker Hula-Mädchen in bunten Baströckchen und Blumenkränzen klatschten und schnipsten die Zuschauer im Takt. Dabei lüfteten die Schüler das Geheimnis, wer Ellerbek entdeckt habe. Nur Christoph Columbus kam dafür in Frage. Auch Cleopatra stattete der Gemeinde für ihre große Reinigungszeremonie in der Moratzentwiete einen Besuch ab. Die ägyptische Königin, gespielt von Anne, glänzte in einem Klarinetten-Solo. Für die Entstehung des Zebrastreifens vor der Grundschule konnte es für die Viertklässler schließlich nur eine Erklärung geben. Stine, Jan, Elrik und Joe brachten als die legendäre Band „Beatles“ die weltberühmte Straßenmarkierung ihres Albums „Abbey Road“ direkt nach Ellerbek. Als Ringo, George, Paul und John sangen sie ein grandioses „Help“ mit Saxophon-Begleitung.

Das Musical über die etwas andere Chronik Ellerbeks war eine Reise in die Vergangenheit der Gemeinde. Musikalisch einfühlsam begleitet wurde sie von Frederik „Freddy“ Sturm am Klavier. Sturms wie auch Bednarski-Köllers Begeisterung für die Musik, das Schauspielern, Tanzen und Singen übertrug sich auf die jungen Darsteller. Die Idee und Inszenierung waren ein Erfolg. 95 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren steckten in den Kostümen, die von vielen helfenden Müttern in liebevoller Handarbeit angefertigt werden. Die Senioren der Musicantis, einem generationenübergreifenden Musikprojekt, waren erstmals auch mit von der Partie. Sie kümmerten sich um das Catering bei der Generalprobe und den zwei Aufführungen.

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