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Hortensien-Klau in Quickborn : Waren es Blumenkiffer?

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Blüten aus einem Privatgarten sind über Nacht verschwunden. Auch ein Gartentor wurde geknackt.

Quickborn | Die Hortensienbüsche sind der ganze Stolz von Jutta Geyler. Als die Quickbornerin wie jeden Morgen in ihren Garten geht, der sich auf einem Grundstück in der Innenstadt befindet, fällt ihr der Schaden an dem Busch sofort auf: Einige Blüten sind über Nacht verschwunden. Mysteriös: „Es wurde nicht der ganze Busch ausgegraben, sondern aus der Mitte der Pflanze wurden Stiele herausgeschnitten. Fein säuberlich mit einer Schere“, sagt Geyler.

Auch im Hintergarten, wo ein weiterer Hortensienbusch steht, hat sich jemand zu schaffen gemacht – auch dort fehlen prächtige Blüten. „Das Tor, das zum Garten führt, ist beschädigt worden“, empört sich die Quickbornerin. Sie ist sich sicher: Hier hat jemand mit Gewalt das Holztor geöffnet.

Der Hortensienklau im Garten von Geyler liegt zwar schon einige Wochen zurück, aber beschäftigt die 83-jährige Rentnerin täglich. „Wer macht so etwas?“, fragt sie sich – und bekommt Antwort von einer Bekannten. Diese schickt Geyler einen Bericht, der angeblich Ross und Reiter nennt: Auch in anderen norddeutschen Regionen und Bundesländern kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Hortensien-Diebstählen. Demnach geht es den Dieben nicht um die schönen Hortensien-Blumen, sondern die gestohlenen Blüten werden zu Hause getrocknet und dann geraucht.

Angeblich soll die Wirkung ähnlich wie bei Hasch sein: Sie soll denjenigen, der den Rauch inhaliert, in einen euphorischen und halluzinatorischen Zustand versetzen. Im Gegensatz zu Cannabis stehen die Hortensien nicht auf dem Drogen-Index. „Das alles habe ich nicht gewusst“, sagt Geyler. Sie befürchtet, dass die Diebe wieder zuschlagen könnten, zumal laut Aussagen der Rentnerin auch in zwei Nachbargärten Hortensienblüten gestohlen wurden. „Ich habe ein ungutes Gefühl dabei, dass in meinem Garten jemand herumschleicht“, sagt sie. Die Polizei sei über den Vorfall informiert worden und wolle öfter Streife fahren, wurde ihr versichert.

Die Quickborner Polizei wollte zu der Spekulation, dass die Hortensien von Kiffern gestohlen worden seien, nichts sagen. Im Kreisgebiet habe es laut Auskunft der Pinneberger Polizei aber keine weiteren Hortensien-Diebstähle gegeben.

Übrigens: Wissenschaftler bezweifeln, dass Hortensien eine berauschende Wirkung haben. Inhaltsstoffe, die hierfür bekannt seien, sind in der Hortensie bisher nicht gefunden wurden, so die Experten. Allerdings wird beim Verbrennen der Pflanze Blausäure freigesetzt.

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erstellt am 12.Aug.2014 | 11:15 Uhr

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