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Quickborn : Wann werden die Riesenmasten gebaut?

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Nach dem Gerichtsurteil: Die Bagger können jeden Tag in der Eulenstadt anrollen - der Netzbetreiber steht in den Startlöchern.

shz.de von
erstellt am 10.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Der Streit um die geplanten Riesenmasten in Quickborn bleibt spannend wie eine Pokerpartie: Nachdem das Bundesverwaltungsgericht (BVG) in Leipzig die Anträge der Stadt und privater Wohnanlieger abgelehnt hat, den Baubeginn der 380-kV-Stromtrasse so lange aufzuschieben, bis über die eigentlichen Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss entschieden worden ist (wir berichteten), lässt der Netzbetreiber Tennet sich nicht in die Karten schauen: „Wir warten jetzt das weitere Vorgehen Quickborns ab“, sagt Alexander Greß von Tennet auf Anfrage dieser Zeitung. Die Stadt kündigte bereits an, die Urteilsbegründung vom Anwalt prüfen zu lassen und womöglich Berufung einzulegen.

Die Ablehnung der Eilanträge hat zur Folge, dass die Bagger jeden Tag in der Eulenstadt anrollen dürfen, um mit dem Bau der bis zu 70 Meter hohen Freileitung zu beginnen. Sie führt im Bereich Peperkamp an Wohnbebauung und im Bereich Heidkamp am Elsensee-Gymnasium und dem Sportplatz vorbei. Weil die neuen Stromleitungen ein Mehrfaches der bisherigen elektromagnetischen Strahlung abgeben, befürchten die Anwohner und Eltern der Schüler eine hohe gesundheitliche Gefahr. Besonders brisant: Es ist geplant, die Jungen und Mädchen der Goethe-Grundschule an die Straße Heidkamp umzuquartieren.

Doch über die eigentlichen Klagen wird voraussichtlich erst im Frühjahr 2014 entschieden. Bis dahin aber könnten die ersten neuen Strommasten dort schon stehen.

Wird es so sein? Greß wollte diese Frage nicht beantworten, betonte jedoch, dass man sich aufgrund der Klage bei Tennet ja entschlossen habe, mit dem Bau der Freileitung nicht direkt in Quickborn zu beginnen. Die Arbeiten im ersten Bauabschnitt sind bei Moorrege gestartet.
Dennoch schließt Greß nicht aus, dass auf Quickborner Gebiet bald erste Baustellen eingerichtet werden. „Auch die Logistik und Planung lassen wir weiterlaufen“, sagte er. An eine überraschende Wende glaubt er nicht. „Das Bundesverwaltungsgericht hat die Anträge mit der Begründung abgelehnt, dass die erhobenen Klagen voraussichtlich erfolglos bleiben werden.“

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