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„Die Herkunft spielt keine Rolle“ : Vorweihnachtliche Bescherung vom Kinderhilfswerk

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Das Kinderhilfswerk organisiert vorweihnachtliche Bescherung für 75 Quickborner Kinder. 750.000 Euro Spenden in drei Jahrzehnten.

Quickborn | Es war ein langer Tag für Richard Janssen, den Vorsitzenden des Quickborner Kinderhilfswerks: Vormittags nahm er in der Quickborner Volksbank-Filiale in der Kieler Straße eine Handvoll grüner Scheine entgegen. „Wir sind ja schon seit Beginn mit unserem Stand beim Weihnachts- und Sozialmarkt dabei“, sagte Prokurist Peter Jaster. Auch in diesem Jahr hatten Bankmitarbeiter bei dem Markt am ersten Dezemberwochenenende in mehreren Schichten Glühwein und Lose verkauft und damit eine Summe von 1100 Euro eingenommen, die sie nun dem Kinderhilfswerk zur Verfügung stellten.

„Es ist toll, dass wir seit so vielen Jahren gemeinsam Gutes für die Kinder tun“, bedankte sich Janssen. In seinem Verein setzt er seit knapp 30 Jahren auf praktische Hilfe für Kinder. Dass Janssen das wörtlich meint, zeigte sich dann am Nachmittag: Das Kinderhilfswerk hatte zum Fest mit dem Weihnachtsmann eingeladen. „Aber auch so einen Nachmittag wie diesen könnten wir ohne unsere Partner nicht schaffen“, räumte Janssen ein. Denn die Geschenke, die an 75 bedürftige Kinder aus der Stadt verteilt wurden, waren von den Stadtwerken gesponsert worden. „Jeder konnte sich hier anmelden und sich etwas wünschen“, berichtete Janssen.

Für die Kinder, die gemeinsam mit ihren Familien in das Gemeindehaus der evangelisch-lutherischen Kirche Quickborn-Hasloh in der Ellerauer Straße gekommen waren, war es ein besonderes Erlebnis: Nicht nur, dass ihnen Wünsche erfüllt wurden – noch dazu kam der Weihnachtsmann persönlich mit seinem Schlitten vorbei, um dem Nachwuchs die Bescherung zu versüßen. Ein musikalisches Rahmenprogramm, festlich gedeckte Tische mit süßen Kleinigkeiten und eine weihnachtliche Geschichte von Pastor Rainer Patz sorgten darüber hinaus für Adventsstimmung.

„Ich weiß noch, dass wir damals mit zirka 30 Kindern angefangen haben“, erinnerte sich Janssen. In der Anfangszeit waren die Mitglieder des Kinderhilfswerks noch von Haus zu Haus gelaufen, um die Geschenke persönlich bei den Familien vorbeizubringen. Doch weil sich in den vergangenen Jahren die Zahl der angemeldeten Kinder mehr als verdoppelt hatte, erschien das Gemeindehaus als passender Veranstaltungsort, erklärte Janssen, der ergänzt: „Der Bedarf steigt.“

Aber das Kinderhilfswerk wäre nicht das, was es ist, wenn es vor dieser Herausforderung kapitulieren würde. „Wir werden die Hilfe auch hinkriegen in Zeiten, in denen es mehr Menschen werden, die Hilfe benötigen“, zeigt sich Janssen entschlossen. Auch wenn sich die Anforderungen an das Kinderhilfswerk erhöhen, die Philosophie bleibt dieselbe: keine Unterschiede zu machen. „Wir hatten bei dem Weihnachtsfest viele Kinder aus Flüchtlingsfamilien, aber das ist für uns etwas völlig Normales. Wir machen das seit 28 Jahren. Dabei haben Herkunft und Religion noch nie eine Rolle gespielt“, sagt der Vorsitzende.

Auf welch festen Füßen die Unterstützung in Quickborn steht, zeigt das enorme Spendenvolumen, das das Kinderhilfswerk in den drei Jahrzehnten eingeworben hat: 750.000 Euro sind es laut Janssen, zirka 30.000 Euro davon seien in diesem Jahr für die Unterstützung hilfsbedürftiger Kinder in der Eulenstadt aufgewendet worden. Und jeder Betrag zählt. Jüngst überreichte Verwaltungsmitarbeiterin Nicole Münster Janssen eine Spende von 250 Euro. Das Geld stammt aus einer Spendenbox, die die Stadt während der Lucia-Feier und des Weihnachts- und Sozialmarkts aufgestellt hatte. Dafür bedankte sich Janssen bei der Verwaltung: „Das zeigt, dass man erstaunlich viel bewegen kann, wenn es um Kinder geht.“

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erstellt am 16.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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