zur Navigation springen

Neujahrsempfang in Hasloh : "Von den Nachbarn lernen"

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

"Staat im Staate entstanden": Europapolitiker Reimer Böge (CDU) stellt deutsche Planungsverfahren an den Pranger.

von
erstellt am 15.Jan.2014 | 16:00 Uhr

Zahlreiche Gäste folgten der Einladung des Hasloher CDU-Ortsverbands zum Neujahrsempfang. Die Vorsitzende Dagmar Steiner begrüßte den CDU-Europaabgeordneten Reimer Böge sowie prominente CDU-Politiker, darunter den Kreispräsidenten Burkhard Tiemann, den Landtagsabgeordneten Peter Lehnert, die Kreistagsabgeordnete Martina Kaddatz und den Quickborner Bürgervorsteher Henning Meyn.

In seinen Ausführungen zur aktuellen politischen Lage fand Böge klare Worte für den Ausbau der Infrastruktur in Norddeutschland: „Die Planungen für große Projekte dauern unendlich lang“, stellte Böge fest. Ein unglaublicher bürokratischer Aufwand sei bei den Planfeststellungsverfahren zu betreiben, sagte Böge. „Da ist ein Staat im Staat entstanden“, so Böge weiter. Hier könnte Deutschland von den kleineren Nachbarn wie Holland oder Dänemark lernen, etwa am Beispiel der Fehmarn-Belt-Querung, dessen Planung beim nördlichen Nachbarn wesentlich unkomplizierter und schneller über die Bühne gegangen sei. Der geplante Ausbau der A 7 sei dagegen ein gutes Beispiel, wie die Partnerschaft zwischen öffentlicher Hand und privaten Unternehmen funktionieren könne. „Warum geht das nicht auch bei der A 20?“, stellte Böge in den Raum.

In der anschließenden Diskussion sprach Böge über die finanziellen Förderungsmöglichkeiten für regionale Projekte in Gemeinden wie Hasloh. „Die konkrete Ausgestaltung der ländlichen Entwicklung ist allerdings Sache der Bundesländer“, verwies Böge an die zuständigen Stellen. Eine direkte Unterstützung durch die EU sei nicht möglich.

Besonderen Dank sprach Böge dem Hasloher Karl-Heinz Starck für sein Engagement in der Senioren-Union aus. Starck hatte den Landesverband sechs Jahre lang geführt und ihn in der Nord-Union und auf Bundesebene vertreten. Vergangenes Jahr verabschiedete sich Starck aus der Politik.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen