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Eröffnungsbilanz und Jahresabschlüsse : Vier Mal teurer als geplant: Dienstleister rechtfertigt hohe Kosten

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

29.557,82 Euro muss die Gemeinde Hasloh für die Erstellung der Eröffnungsbilanz sowie der Jahresabschlüsse für die Jahre 2009 bis 2012 zusätzlich zahlen.

shz.de von
erstellt am 15.Dez.2016 | 12:15 Uhr

Quickborn | 29.557,82 Euro muss die Gemeinde Hasloh für die Erstellung der Eröffnungsbilanz sowie der Jahresabschlüsse für die Jahre 2009 bis 2012 zusätzlich zahlen. Bereits während der Sitzung der Gemeindevertreter im November diskutierten die Politiker über die enorm hohen Kosten. Für die Bearbeitung wurde die Firma Petersen + Co. (PCO) engagiert. 17.100 Euro hatte die Gemeinde für die Erstellung eingeplant. Nun liegen die Kosten fast vier Mal so hoch.

Arthur Lipp, Projektleiter des Tangstedter Dienstleisters PCO, nahm während der jüngsten Gemeindevertretung Stellung zu den vorangegangenen Vorwürfen der Politiker. „Für einen Auftrag in dieser Art gab es bisher keine Beispiele. Wir arbeiteten unter Bedingungen, die nicht üblich sind“, erklärte Lipp. Von Anfang an sei deshalb klar gewesen, dass die Firma keinen Festpreis im Voraus anbieten kann. „Wir sind davon ausgegangen, dass das doppelte von einem normalen Preis anfallen würde“, sagte der Projektleiter. Jedoch sei es stets schwer einschätzbar gewesen.

„Nach dem ersten Abschluss merkten wir, dass das Budget nicht ausreichen wird und haben dies auch kommuniziert“, argumentierte Lipp. Um jedoch keine Zeit zu verlieren, habe das Unternehmen weitergearbeitet. Ein Grund für die fast vier Mal so hohen Kosten sei ein erheblicher Mehraufwand. „Einige Vordrucke mussten wir per Hand ausfüllen“, erklärte Lipp weiter.

Die Gemeindevertreter hatten im November beschlossen, vorerst nur den Betrag für die Leistungen zu zahlen, die in diesem Jahr erbracht wurden. „Die Zahlungen haben wir getätigt“, erklärte Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD). Lipp versicherte den Gemeindevertretern, dass der Gesamtbetrag von 46  657 Euro nicht überschritten werde. „Wir haben entschieden, dass der Betrag dabei bleibt. Egal, ob wir noch einen Tag mehr arbeiten müssen“, betonte Lipp. Petra Stapelfeld (FDP) wies darauf hin, dass auch die Verwaltung eine Zahlung für die Erstellung der Abschlüsse und Bilanzen verlangen wird. Wie hoch diese ausfallen wird, konnte Sabine Dornis, Fachbereichsleiterin aus dem Quickborner Rathaus, jedoch noch nicht sagen.

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