Verwaltungsehe: Positive Signale auf beiden Seiten

Wenn Quickborn und Ascheberg zusammengehen, könnte das Standesamt zum Streitpunkt werden

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23. September 2019, 16:00 Uhr

Quickborn/Ascheberg | Trotz Vorbehalten vor allem der FDP gegen die Pläne hat der Quickborner Hauptausschuss weitere Verhandlungen der Stadt mit der Gemeinde Ascheberg am Plöner See abgesegnet. Eine Entscheidung soll allerdings frühestens während der nächsten Ausschusssitzung im Oktober getroffen werden. Zeitgleich tagte am Donnerstagabend auch der zuständige Fachausschuss in Ascheberg, allerdings hinter verschlossenen Türen. Nach Informationen unserer Zeitung gab es auch von dort ein positives Signal. Allerdings hat Quickborn mit dem Amt Großer Plöner See einen starken Mitbewerber. Außerdem soll die Gemeinde Kontakt zum Amt Wankendorf-Bokhorst und zur Gemeinde Malente aufgenommen haben. Das verlautete aus gut unterrichteten Quellen.

Quickborns Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) warb für die Verwaltungsehe unter anderem mit dem Hinweis, im Gegensatz zu Ellerau habe Ascheberg eine vergleichsweise geringe Leistungsintensität, weil es vor Ort lediglich einen kleinen Kindergarten und kein Standesamt gebe.

Das Standesamt allerdings könnte ein Knackpunkt in den Verhandlungen werden. Noch kauft Ascheberg diese Dienstleistung extern ein – von der Stadt Plön, aus deren Verwaltungsgemeinschaft die Gemeinde Ende 2020 aussteigen möchte. Damit erlischt nach Informationen unserer Zeitung auch der Vertrag für das Standesamt. Findet sich vor Ort kein neuer Vertragspartner, wäre Quickborn unter Umständen gefordert, die Leistung anzubieten. Seite 2

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