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Goetheschule in Quickborn : Verhärtete Fronten in Standortfrage

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen sprechen sich für Umzug aus. Nur FDP unterstützt Elternvertreter.

shz.de von
erstellt am 04.Jun.2015 | 16:30 Uhr

Quickborn | Die Elternschaft der Quickborner Goetheschule will weiter für die Sanierung des Gebäudes und gegen den Umzug ins Schulzentrum Süd kämpfen. Wie Ernst Stilke für den Schulelternbeirat gestern gegenüber dieser Zeitung erklärte, „wollen alle Kinder, Eltern und Lehrer die Goetheschule am bisherigen Standort fortgeführt sehen und werden den Widerstand gegen die Umzugspläne nicht aufgeben.“

Diese Absichtserklärung ist ein Ergebnis der Sitzung am Dienstagabend, in der sich die Elternvertreter mit den Stellungnahmen der Fraktionen von CDU, SPD, und Bündnis 90/Die Grünen sowie der FDP auseinandersetzen. Damit waren die Parteien einer Ende April geäußerten Bitte des SEB nachgekommen. Sie antworteten auf 39 Fragen, die Eltern und Kinder der Goetheschule zum politisch längst beschlossenen Umzug der Bildungseinrichtung ins Schulzentrum Süd gestellt hatten.

Während die Fraktionen von CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen in ihrer gemeinsamen Erklärung weiterhin an dem Umzugsbeschluss festhalten, fordert die FDP wie bisher die Sanierung der Goetheschule – und steht damit als einzige Quickborner Fraktion auf Seiten der Goetheschule. Entsprechend quittierten die Eltern in ihrer Sitzung die jeweiligen Stellungnahmen. „Der SEB dankt der FDP für die zielführende Beantwortung des Fragenkatalogs und weist zugleich die als destruktiv und abwertend empfundene Beantwortung durch CDU, SPD und Grüne als unzureichend zurück“, erklärte Stilke. Insbesondere hätten sich die Elternvertreter gegen die Darstellung ausgesprochen, die Beschlüsse seien im Einvernehmen mit Schule und Eltern getroffen worden.

Runder Tisch: Parteien winken ab

Dies hatten die drei Parteien in ihrem Antwortschreiben ausgeführt. Dabei bezogen sie sich auf Workshops in den Jahren 2006 und 2012, die erst zum Grundsatzbeschluss 2007 und dann 2013 zu dessen Bestätigung in der Ratsversammlung geführt hätten. Nun sollten die für den Umzug der Goetheschule notwendigen Sanierungsmaßnahmen im Schulzentrum Süd „möglichst zügig umgesetzt werden“, heißt es in der Erklärung. Und weiter: Die Planungen seien „soweit fortgeschritten, dass wir in einer Grundsatzdebatte an einem runden Tisch keinen Sinn sehen.“

Damit sprachen sich die Parteien gegen einen Vorschlag des SEB aus. „Den Runden Tisch abzulehnen, betrachten wir als politischen Fehler“, ärgerte sich Stilke. Zu diesem SEB-Vorstoß einer neuerlichen Gesprächsrunde äußerte sich die FDP in ihrem Schreiben, das detailliert auf alle 39 Fragen Bezug nahm, nicht. Die Fraktion ließ dennoch keinen Zweifel daran aufkommen, die Goetheschule auch weiterhin zu unterstützen. Eine Standortaufgabe halte sie für falsch, erklärte die FDP und forderte erneut die „Gegenüberstellung der Kosten des Standorterhalts sowie der alleinigen Nutzung des Schulzentrums Süd durch das Elsensee-Gymnasium“. Denn: „Wir sind davon überzeugt, dass dieses nicht nur die finanziell günstigere Lösung ist, sondern auch die vernünfigste im Interesse aller betroffenen Schüler, Lehrer und Eltern.“

Stärkende Worte, die der SEB gern vernommen haben wird. Die Entschlossenheit auf Seiten der Goetheschule scheint ungemindert. So kündigte Stilke an, das Thema „auch in die kommende Kommunal- und Bürgermeister-Wahlen einbringen“ zu wollen.

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