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Quickborn : Verdacht auf Pfefferspray: Schule zum Teil evakuiert

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Schüler klagten über Atembeschwerden. Zwei mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

shz.de von
erstellt am 06.Apr.2017 | 16:22 Uhr

Quickborn | Lehrer haben am Donnerstag den Westflügel der Comenius-Schule in Quickborn (Kreis Pinneberg) evakuiert, nachdem Schüler über Atembeschwerden geklagt hatten. Kreisfeuerwehrsprecher Torben Fehrs berichtete, dass ein reizender Geruch wahrgenommen worden sei. Er bezifferte die Zahl der mit Atemwegsreizungen verletzten Personen auf 18. Davon seien zwei in ein Krankenhaus gebracht worden.

Die Ursache der Beschwerden ist nach Aussage von Polizeisprecher Nico Möller unklar. „Die Symptome Husten und Atemwegsreizungen sprechen für Reizgas, aber das ist eine reine Vermutung“, sagte er. Die Polizei habe weder Pfefferspray noch einen Verursacher gefunden.

Schulleiterin Susanne von Glasenapp berichtete, dass Neuntklässler in der fünften Schulstunde gegen 12 Uhr im Obergeschoss des Westflügels husten mussten und über Atembeschwerden klagten. Es sei der Verdacht entstanden, dass Reizgas versprüht worden sei. „Ich habe selbst gemerkt, dass da etwas war, weil ich beim Evakuieren durch einen Flur gegangen bin“, berichtete sie. Betroffen war ein Kurs mit elf Schülern. In Absprache mit der Feuerwehr hätten die Lehrkräfte das Gebäude evakuiert. Anschließend habe der Rettungsdienst die Jugendlichen betreut.

Thomas Schröder, Einsatzleiter der Feuerwehr Quickborn, berichtete, dass abgesehen von dem betroffenen Kurs noch sechs Schüler und ein Lehrer das Gebäude verlassen hatten. Ein Schüler sei von den Eltern abgeholt und vorsorglich zum Hausarzt gebracht worden.

Feuerwehr und Mitarbeiter der Stadtwerke Quickborn setzten Gasmessgeräte ein, stellten aber nichts fest. Zudem berichtete Schröder, dass das Gebäude nicht mit Erdgas versorgt werde. Auch mit Propangas sei nicht zu rechnen gewesen, da es dort keinen Chemieraum gäbe. Reizgas könne die Feuerwehr allerdings nicht messen. „Das war ein Dummer-Jungen-Streich am letzten Schultag“, vermutete Schröder. Die Feuerwehr belüftete das Gebäude. Anschließend wurde es wieder freigegeben.

Von Glasenapp schickte einige Schüler nach Hause. Eine Klasse brachte sie in einem anderen Teil der Schule unter. Die Schüler seien ruhig und diszipliniert geblieben. Sie vermutete, dass sich der große Schreck erst später einstellen werde. „In so einer Situation funktioniert man nur“, sagte sie über sich selbst.

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