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Naturschutzgebiet : Unternehmer sponsert Schutzhütte im Himmelmoor

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Der Förderverein Himmelmoor wird nach den Sommerferien den Lehrpfad eröffnen. Nun wurde bereits ein Unterstand eingeweiht.

Quickborn | Bis zur offiziellen Einweihung des Himmelmoor-Lehrpfads dauert es noch: „Nach den Sommerferien wird alles fertig sein“, kündigte Klaus-Hermann Hensel, Vorsitzender des Fördervereins Himmelmoor, gestern an. Doch der 150 Meter lange hölzerne Steg ist schon seit einigen Wochen begehbar und nun wurde auch der hölzerne Unterstand fertig gestellt.

„Eine Spende in dieser Größenordnung ist ungewöhnlich – wir hatte für die Hütte etwa 9000 Euro eingeplant“, bedankte sich Hensel bei Sponsor Tillmann Schütt, der zur Besichtigung des Werks angereist war. „Holz ist unser Lieblingswerkstoff – was wir mit Holz lösen können, lösen wir damit“, erklärte Diplom-Ingenieur Schütt, der Geschäftsführer bei der gleichnamigen Holzbau-Firma in der Nähe von Brunsbüttel ist. „Holz ist der Werkstoff der Zukunft weil das eine Ressource ist, die nachwächst“, betonte Schütt.

Das erdverbundene Traggerüst der Hütte sei aus Eichenholz, der Rest aus Lärche. „In etwa zwei Jahren hat die Hütte dann die typische silbergraue Farbe und fügt sich harmonisch in das Landschaftsbild ein“, erläuterte der Fachmann. Damit Spaziergänger dort verweilen könnten, sei eine durchgehende Bank eingebaut worden. „Außerdem ist das Dach begrünt“, erläuterte Schütt. Die Pflanzen dafür habe der Moorreger Betrien „Gartenleben“ spendiert.

800 Arbeitsstunden stecken in Hütte und Steg

Projektleiter Rainer Naujox berichtete vom Bau der Hütte und des Stegs. „Etwa 800 Arbeitsstunden stecken da drin“, sagte Naujox. Zahlreiche Freiwillige hätten etwa zehn Tonnen Material bewegt. „Auch hier muss ich sagen, dass das Engagement absolut einmalig ist – ich hätte nie gedacht, dass so viele Freiwillige hier mit anpacken“, lobte Hensel. Eine besondere Herausforderung sei der Bau des 150 Meter langen Holzwegs mit Geländer gewesen, erklärte Naujox. „Der Steg ist in dieser Form einmalig, denn er ist nicht gerade – die ausführende Firma musste das Holz vor Ort zurechtsägen“, erläuterte der Projektleiter. Geplant sei, diesen Steg um 100 Meter zu verlängern.

Auch die Rahmen für die 20 Info-Tafeln stehen bereits entlang des Pfads. „Die Schilder sind fertig, wir müssen sie nur noch einsetzen“, berichtete Hensel. Für alle Tafeln seien Sponsoren gefunden worden. Im Aufbau befinden sich darüber hinaus 18 Erlebnis-Stationen. „Dazu gehören beispielsweise ein Holzdidaktikum und ein XColophon“, erläuterte Naujox. Auch ein fest installiertes Fernrohr, das kostenfrei genutzt werden könne, gehöre dazu. „Ziel ist, Kinder und Jugendliche an die naturverbundenen Themen heranzuführen“, sagte Naujox.

Der Rundweg hat eine Gesamtlänge von 3,8 Kilometern. An Kreuzungen weist ein kleines Schild mit einem Moorfrosch den richtigen Weg. „Die Besucherlenkung war ein ganz wesentlicher Bestandteil für die Genehmigung des Pfads“, erklärte Naujox. Es soll vermieden werden, dass die Spaziergänger durchaus vorhandene wilde Wege betreten.

„Es werden insgesamt sieben Ruhebänke entlang des Wegs aufgestellt“, kündigte Hensel an. Wer bereit ist, eine der Sitzgelegenheiten im Wert von etwa 400 Euro zu sponsern, könne sich per E-Mail gern an ihn wenden.

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erstellt am 19.Mai.2017 | 12:23 Uhr

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