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Quickborner Tageblatt

22. Oktober 2017 | 01:40 Uhr

Konzert : Ungewöhnliche Klänge in Quickborn

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Freunde der Kammermusik organisierten „Klangrausch PianoPercussion“ im Artur-Grenz-Saal.

shz.de von
erstellt am 10.Nov.2015 | 10:00 Uhr

Quickborn | Zwei Klaviere und zwei Schlagzeuge. Doch die Gesichter der beiden Pianisten waren nicht zu sehen. Sie saßen mit dem Rücken zum Publikum. Jedoch nicht aus Desinteresse, sondern weil es so vorgegeben war. „Wir haben die originalen Aufzeichnungen von Béla Bártok übernommen. Dort ist es vorgesehen, dass die Flügel direkt vor dem Schlagzeug stehen“, erklärte Eberhard Hasenfratz, Vorsitzender der Freunde der Kammermusik sowie Pianist während der Aufführung. Vor etwa 90 Zuschauern präsentierte er gemeinsam mit Matthias Hupfeld und Jesper Tjaerby Korneliusen am Schlagzeug sowie Francois Salignat ein Konzert unter dem Namen „Klangrausch PianoPercussion“. Organisiert wurde das Konzert von den Freunden der Kammermusik Quickborn. „In der heutigen Zeit verbinden viele das Schlagzeug einfach nur mit einem Geräusch. Dem ist aber nicht so“, erklärte Hasenfratz. Auch Schlagzeuger Hupfelder betonte, dass Bártok sich genaue Gedanke darüber gemacht habe, wie ein Instrument klingen soll. „Es sollen ungewöhnliche und besondere Klänge in seinen Stücken erzeugt werden“, erklärte Hupfeld, der seit 2004 beim Philharmonischen Staatsorchester Hamburg engagiert ist.

Die beiden Schlagzeuge waren so aufgebaut, dass beide Musiker sich teilweise Becken und Trommeln teilen konnten. Anfangs minimalistisch kam es zu einem ständigen Wechsel zwischen pompösen Klängen und leisen Partien. Ein ständiger Austausch von Spannung und Deeskalation. Bártok experimentiert in seiner Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug mit der Balance zwischen Percussion und Polyphonie. Die vier philharmonischen Solisten spielten im Artur-Grenz-Saal außer Bártok auch noch die Suite für zwei Klaviere und Schlagzeug von András Hamary und die Sinfonischen Tänze aus der West Side Story von Leonard Bernstein. Und ihr mit Mut für diese Wahl wurde von tosendem Applaus belohnt.

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