Pinneberger Straße : Unfall zwischen Hasloh und Tangstedt gibt der Polizei Rätsel auf

Die Unfallursache ist noch unklar. Ein toxikologisches Gutachten soll Klärung bringen.

shz.de von
17. Januar 2018, 17:06 Uhr

Hasloh | Auf der Pinneberger Straße ist es am Dienstagabend zwischen Hasloh und Tangstedt zu einem Verkehrsunfall gekommen. Nach ersten Erkenntnissen befuhr ein 29-jähriger Quickborner mit seinem Mercedes gegen 19.50 Uhr die Pinneberger Straße in Fahrtrichtung Tangstedt und kam aus bislang unbekannter Ursache auf Höhe des Hammerkampsweges nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Durch die Wucht des Aufpralls schleuderte der Wagen gegen einen weiteren Baum und kam schließlich zum Stillstand.

Keine Spur von Insassen

Als Polizei und Rettungsdienst aus Quickborn am Unfallort ankamen, fanden sie zunächst ein stark beschädigtes Auto vor sowie eindeutige Unfallspuren. Doch von Insassen, beziehungsweise einem Fahrer, fehlte weit und breit jede Spur. Allerdings schien es für die Hilfskräfte wegen der starken Unfallschäden als wahrscheinlich, dass mögliche Insassen schwerverletzt sein müssten. Daher folgte ein Großeinsatz mit etwa 200 Kräften der Freiwilligen Feuerwehren aus dem Kreis Pinneberg. Die um 20.05 Uhr alarmierten Feuerwehren Hasloh und Quickborn kontrollierten am Unfallort zuerst mit Wärmebildkameras den Innenraum des Unfallwagens. Hierbei stellten sie fest, dass sich beim Unfall nur der Fahrer im Auto befand.

Im Umkreis von fünf Kilometern um den Unfallort wurden verschiedene Suchgebiete festgelegt und weitere Helfer alarmiert. Neben den erwähnten Feuerwehren (Hasloh, Quickborn und Norderstedt-Garstedt) rückten die Feuerwehren Tangstedt, Bönningstedt und ein Zug der kreisweit organisierten Feuerwehrbereitschaft aus. Die herbeigerufenen Bereitschaftseinheiten konnten ihren Einsatz aber schon bei der Anfahrt abbrechen. Denn Passanten informierten die Einsatzkräfte um kurz nach 21 Uhr, den verletzen Fahrer in Hasloh aufgefunden zu haben. Der herbeigerufene Rettungsdienst versorgte den schwerverletzten Unfallfahrer und brachte ihn anschließend in ein Krankenhaus nach Hamburg.

Ermittlungen dauern an

„Zur Zeit dauern die Ermittlungen zur Unfallursache und des Hergangs an. Wir wissen noch nicht, wie der Fahrer vom Unfallort nach Hasloh gekommen ist. Ob Drogen oder Alkohol im Spiel waren, wird ein toxikologisches Gutachten klären“, berichtet  Lars Brockmann, Sprecher der Polizeidirektion Bad Segeberg. Laut Brockmann ist der 29-Jährige polizeilich nicht vernehmungsfähig und die medizinische Versorgung hat Vorrang.

Die Polizeistation Quickborn hat die Ermittlungen übernommen und sucht nun Unfallzeugen. Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon 04106-63000 entgegen.

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