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Quickborner Tageblatt

19. August 2017 | 15:39 Uhr

Quickborn : Umzug in sechs Wochen gemeistert

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Privatschule muss letzte Baustellen beheben

Ein großes Banner am Containerdorf verweist auf den provisorischen Standort der „Freien Grund- und Gemeinschaftsschule Quickborn“ in der Feldbehnstraße. Ansonsten sieht es in Sichtweite zum alten Standort im Justus-von-Liebig-Ring noch karg aus rund um die Schulcontainer, die während der Sommerferien an ihren Bestimmungsort transportiert wurden. „Den Umzug während der Ferien hinzubekommen, war echt auch eine Herausforderung“, sagt Schulleiter Alexander Delport und ergänzt: „Wir konnten im Vorfeld planen, aber nichts vorbereiten, denn der Unterrichtsbetrieb ja bis zu den Ferien ganz normal.“

In seinem Büro stapeln sich noch zahlreiche Umzugskartons – noch mehr bei Schulsekretärin Susanne Rogatzski. „Uns war wichtig, dass wir in der ersten Woche sofort inhaltlich arbeiten konnten“, sagt Delport. Der Blick in die Klassenräume zeigt: Alles an seinem Platz. Von Chaos keine Spur. „Nur bei der neuen fünften und sechsten Klasse fehlen noch ein paar Möbelstücke, aber die sind bestellt.“ Das Ferienprogramm der Privatschule fand durchweg in Hamburg statt. „Wir haben so geplant, dass kein Schüler in die Container musste“, so Delport. Stattdessen ging es in den Tierpark Hagenbek, ins Naherholungsgebiet Schwarze Berge und ein extra angemietetes Hallenbad. „Das ist eine Herausforderung und anstrengend, aber unser Service“, so Delport. Nur während der Weihnachtsferien bleibt die Schule geschlossen.

Vor einer Woche war er noch pessimistisch: „Wir hatten weder Strom noch Wasser und es ist eigentlich ein Wunder, dass alles geklappt hat.“ Ein großes Lob richtete er an die Eltern: „Es ist Wahnsinn, wie die Eltern das Projekt mittragen. Ihnen ist klar, dass es Anlaufzeit braucht, aber das akzeptieren sie.“

Mit dem Umzug wurde auch die Fläche der Privatschule vergrößert. 15 Containereinheiten kamen für Verwaltung, Sozialräume, Klassenräume und Fachräume hinzu. „Das Ziel ist es, so kurz wie möglich, aber so lange wie notwendig in den Containern zu bleiben.“ Der Neubau sei in Planung. Einen Termin konnte Delport aber noch nicht nennen. Auch nicht für die Gestaltung des Außenbereichs. „Das sieht noch aus wie eine Mondlandschaft“, so der Schulleiter. Spielgeräte seien bestellt und bald soll mit der Begrünung begonnen werden. Angedacht sei eine Zusammenarbeit mit der „Bildungs- und Förderstätte Himmelmoor“. Mit finanzieller Unterstützung des „Umwelt-Bingos“ sollen mobile Beete entstehen. „Diese wollen wir dann gern zum neuen Standort mitnehmen“, so Delport.

Auch der Sportunterricht – eine Sporthalle gibt es am Containerstandort nicht – sei bis Herbst gesichert: „Wir machen Leichtathletik und Outdoorsportarten im Holstenstadion“, sagt Delport. Derzeit sei er in Gesprächen, um die kalten Wintermonate abzudecken.

Auch personell wurde aufgestockt. Drei Vollzeitstellen wurden geschaffen. Wenn es nach Alexander Delport geht, soll der Mitarbeiterstamm von 20 Lehrkräften und Erziehern im kommenden Jahr deutlich steigern: „Unsere Zielsetzung ist es, dass sich die Schülerzahl im kommenden Schuljahr verdoppeln soll.“ Von aktuell 90 auf dann 180 Kinder.

 

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