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Delegiertenversammlung : TuS Holstein verliert 150 Mitglieder

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Jürgen Sohn erneut zum Vorsitzenden gewählt. Jugendwartin kritisiert Vorgabe zur Hallennutzung.

Vor drei Jahren hatte Jürgen Sohn bereits seine letzte Amtszeit als Vorsitzender des TuS Holstein Quickborn angekündigt. Während der Delegiertenversammlung am Donnerstag stellte er sich erneut zur Wahl. „Diesmal wirklich zum letzten Mal“, sagte Sohn, der den Verein seit neun Jahren führt. Grundsätzlich sehe er die Notwendigkeit, den Vorstand insgesamt zu verjüngen. „Da haben wir die gleichen Probleme wie andere Vereine auch“, so der einstimmig wiedergewählte Vorsitzende.

Das gleiche gelte für die Mitgliederentwicklung. Im vergangenen Jahr sei die Zahl der Mitglieder um 150 auf 2058 gesunken. „Mit sechs Prozent hält es sich im Rahmen, aber es tut trotzdem weh“, sagte Sohn. Dabei seien die Bedingungen mit zwei neuen Sporthallen sowie zweieinhalb Kunstrasenplätzen ideal. „Die Hallen wurden für die Schulen gebaut, aber wir dürfen sie nutzen. Wenn die Stadt schon Schulden macht, dann sind sie in der Jugend gut investiert“, so Sohn. Etwa die Hälfte der Mitglieder falle derzeit in den Jugendbereich. Daher sehe er den TuS Holstein auch für die Zukunft gut aufgestellt.

Finanziell war das letzte Jahr allerdings wenig erfolgreich. Vor allem der 100. Geburtstag des Vereins mit dem Freundschaftsspiel gegen St. Pauli und einem gemeinsamen Fest als Highlight ging ins Geld. Diese Sonderbelastungen machten Kassenwart Manfred Kroener weniger Sorgen als die Mitgliederentwicklung. „Die Beiträge der Mitglieder sind um 14  000   Euro gesunken. Da müssen wir in Zukunft dringend gegensteuern“, sagte Kroener und ergänzte: „Unsere vordringlichste Aufgabe muss es jetzt sein, neue zahlende Mitglieder zu gewinnen.“ Für den Haushalt 2015 plant der Kassenwart mit einem minimalen Plus. „Ich habe die Hoffnung, dass das Ergebnis deutlich übertroffen werden kann, wenn die Beiträge stabil bleiben“, sagte Kroener, der in diesem Bereich mit einem Rückgang von fast sechs Prozent geplant hatte.

Karin Leutner, Sporttechnische Leiterin und Jugendwartin, rief dazu auf, sich wieder dem Tagesgeschäft zuzuwenden: „Jeder Geburtstag geht mal vorbei und der Alltag hat uns wieder.“ Aufgrund der Schließung der Heidkamp-Halle versuche sie derzeit, neue Trainingszeiten zu finden. „Wir wollen, dass keine Sportart zu kurz kommt“, so Leutner. Durch kurzfristige Hallensperrungen fielen 110 Übungsstunden pro Jahr aus. Für die Sporttechnische Leiterin zu viel, um künftig weiterhin leistungsorientiertes Training zu organisieren. Generell lobte sie die Unterstützung der Stadt bei der Bereitstellung von Veranstaltungs- und Trainingsorten. Sauer stieß ihr aber die Aufforderung auf, Hallen in Zukunft bis 22 Uhr zu verlassen: „Seitdem ich die Trainingspläne gestalte, ist um 21.45 Uhr Ende. Ungeduscht die Halle zu verlassen oder das Training bereits um 21.30 Uhr zu beenden, ist für mich keine Option. Da werde ich kämpfen.“

Der Antrag auf die Einführung einer Trainingskarte für kostenloses Training für Migranten konnte nicht beschlossen werden. „Die Entscheidung über eine kostenlose Mitgliedschaft können wir nicht fällen“, sagte der stellvertretende Vorsitzende Hartmut Leutner. Sie lägen bei der jeweiligen Abteilung. Sowohl die Handball- als auch die Fußballabteilung sagten spontan Unterstützung zu. Kostenlos ins Fitnes-Studio kommen Asylbewerber vorerst nicht. „Das Studio muss Einnahmen generieren. Es ist die teuerste Abteilung und es gibt einen Vorstandsbeschluss, dass es dort keine kostenlosen Mitgliedschaften geben wird. Für niemanden“, sagte Leutner.

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