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Bürgermeisterwahl in Quickborn : Teil Zwei des großen Kandidaten-Checks

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Amtsinhaber Thomas Köppl (CDU) und Kontrahentin Annabell Krämer (FDP) stellen sich den Tageblatt-Fragen.

shz.de von
erstellt am 09.Apr.2016 | 10:00 Uhr

Was ändert sich nach der Wahl im Rathaus?

Thomas Köppl: Die Verwaltung arbeitet effizient und wirtschaftlich (extern geprüft) und wird kooperativ durch mich geführt. Die Öffnungszeiten des Rathauses, wochentags von 8 bis 18 Uhr und sonnabends von 10 bis 12 Uhr, mit einem freundlichen Empfang und kaum Wartezeiten, sind ein Angebot, das wohl einmalig ist. In diesen Zeiten ist übrigens auch das Wahlbüro für sofortige Briefwahl geöffnet, und das alles ohne Mehrkosten. Ich bin stolz auf meine Teams! Warum sollte man ein gut funktionierendes System ändern? Annabell Krämer: Der Führungsstil: Ich befürworte einen kooperativen Führungsstil, der von Vertrauen gegenüber Mitarbeitern, einer offenen Kommunikation, Kritikfähigkeit, der Übertragung von Entscheidungsbefugnissen und einem respektvollen Umgang miteinander geprägt ist.

Wie kann Quickborn noch besser auf die Bedürfnisse von Senioren eingehen?

Köppl: Indem, wie in der Vergangenheit, enger Kontakt mit den sozialen Verbänden und Betroffenen gepflegt wird und man den Anregungen unbürokratisch folgt. Es macht keinen Sinn, über die Köpfe der Menschen zu entscheiden. Aktuell wurde an der Bushaltestelle Schillerstraße auf Wunsch einer gehbehinderten Seniorin eine Sitzgelegenheit eingebaut. Die Innenstadt wurde flächendeckend mit abgesenkten Bordsteinen versehen und in Abstimmung mit den Betroffenen weitgehende Barrierefreiheit erreicht. Krämer: Indem man ihre Bedarfe durch aktives Zuhören erfährt. Folgende Wünsche sind an mich herangetragen worden: Kantsteinabsenkung für die Straßenquerung mit Rollatoren und Rollstühlen, betreutes Wohnen, Wohnraum im niedrig- bis mittelpreisigen Segment. Im Alter besteht das Risiko der Isolation, daher besteht die Notwendigkeit, Vereine und Verbände zu stärken, die Angebote bereitstellen, Senioren aktiv in unsere Gesellschaft einzubinden. Durch den demographischen Wandel wird dieses immer wichtiger.

Wie kann Quickborn noch besser auf die Bedürfnisse von Familien eingehen?

Köppl: Die Betreuungsangebote für Kinder sind weiter zu verbessern. Der beruflichen Wirklichkeit von Familien ist noch stärker Rechnung zu tragen. Die schulische Landschaft ist inhaltlich und räumlich sehr gut aufgestellt. Die Sanierung des Schulzentrums Süd erfolgt aktuell. Bei der Waldschule besteht Sanierungs- und Baubedarf. Die Vernetzung der Familien und die Bündelung der Interessen sind noch nicht optimal. Beteiligungsaktionen haben gute Ergebnisse erzielt. Diese möchte ich noch intensivieren. Krämer: Durch eine bedarfsgerechte Kinderbetreuung; indem für alle Kinder Betreuungszeiten sichergestellt werden, die die Eltern wirklich benötigen; indem man bei der Gestaltung der Schullandschaft auch auf Elternwünsche eingeht und nicht am Grünen Tisch entscheidet.

Wie beurteilen Sie das Verhältnis zwischen Politik und Verwaltung?

Köppl: Das Verhältnis zwischen Politik und Verwaltung ist insgesamt von Vertrauen und konstruktiver Zusammenarbeit geprägt. Die Vielzahl der Beschlussvorschläge der Verwaltung  wird überwiegend mit sehr großer Mehrheit getragen. Die Politik  hinterfragt die Verwaltungsmeinung und beleuchtet kritisch den Personaleinsatz und die Kosten, und das ist gut so. Auf der anderen Seite werden die fachliche Kompetenz und die Leistungsfähigkeit der Verwaltung wertgeschätzt. Krämer: Es ist grundsätzlich gut.

In welchem Bereich braucht die Verwaltung mehr Eigenständigkeit in den Entscheidungen?

Köppl: In keinem  Bereich benötigt die Verwaltung mehr Eigenständigkeit. In Quickborn werden die notwendigen Entscheidungen schnell und fachkompetent an der richtigen Stelle getroffen. Beispiel Ärztezentrum: Verwaltung erkennt akute Parkplatznot, Entscheidung für die Patienten: Parkscheibenregelung von zwei Stunden =  die Kranken finden wieder Parkraum.  Vorschlag an die Politik: Lasst uns schnell Parkplätze bauen (Kosten tragen die Ärzte) = dauerhafte Lösung durch Politik. Entscheidung am 14. April 2016. Krämer: Es ist gut, dass wir durch die kommunale Selbstverwaltung eine Gewaltentrennung haben und die Bürger durch die politischen Mandatsträger letztlich Auftraggeber und Kontrollgremium der Verwaltung sind. Wenn Gefahr im Verzug ist, bleibt die Verwaltung durch Eilentscheidungen immer handlungsfähig. Sie kann Entscheidungen im Nachhinein durch die Politik legitimieren lassen.

Wie kann die Stadt dem Leerstand in Geschäftsräumen begegnen?

 Köppl: Durch Wirtschaftsförderung sind Ansiedlungen geglückt, und ein neuer Vertrag für eine große Fläche im Bekleidungsbereich wurde unterschrieben. Wir brauchen eine neue Werbegemeinschaft Innenstadt. Die richtige Ladengröße, Miete und der Zustand der Geschäftsräume spielen eine entscheidende Rolle bei der Vermarktung. Wir beraten die Eigentümer. Impulse werden durch den Stadtmarketingverein ausgehen. Er erhält meine volle Unterstützung. Die Baulücke in der Bahnhofstraße wird dieses Jahr geschlossen. Krämer: Durch die Beseitigung von Pollern für eine sinnvolle Schaffung von Parkplätzen; durch eine aktive Wirtschaftsförderung und eine gute Vernetzung mit anderen Kommunen; indem die Stadt durch eine gute Infrastruktur für sich wirbt; durch aktive Kommunikation mit den Gewerbetreibenden vor Ort, denn diese kennen die Gründe des Leerstands am besten.

Wie kann die Stadt den Ortsteil Quickborn-Heide besser an Quickborn anbinden?

Köppl: Die Bahnstraße muss entlastet werden. An der Gronau sind ökologische Eingriffe schwer möglich. Deshalb prüfen wir eine Entlastungsstraße, die keine Gronauquerung nötig macht: ein Einbahnstraßensystem unter Einbeziehung der Autobahnbrücke Ulzburger Landstraße. Wichtig ist eine sichere Radwegverbindung an der Ulzburger Landstraße. Es ist zu vermeiden, weiteren Verkehr nach Quickborn zu ziehen. Lösungen erfordern einen hohen Konsens in der Bevölkerung, diesen möchte ich mit ihr erarbeiten. Krämer: Durch eine ökologisch vertretbare Ortsteilverbindungsstraße. Wir brauchen keinen überörtlichen Autobahnzubringer, der unsere Stadt spaltet. Quickborn ist flächenmäßig groß genug, um alternative Lösungen zu finden. Binden wir doch die Bürger bei der Entwicklung von Lösungen ein! Kurzfristig realisierbar wäre eine von mir seit Jahren gewünschte sichere Radwegeverbindung  für die Schüler aus Quickborn-Heide.
Wie gut sind geflüchtete Menschen in Quickborn integriert? Welche Ecken in der Stadt haben Thomas Köppl und Annabell Krämer zu ihren Lieblingsplätzen erkoren? Lesen Sie am Dienstag,12. April, den letzten Teil des Fragen-Duells.
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