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Bürgermeisterwahl in Quickborn : Teil Drei des großen Kandidaten-Checks

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Amtsinhaber Thomas Köppl (CDU) und Kontrahentin Annabell Krämer (FDP) stellen sich den Tageblatt-Fragen.

von
erstellt am 12.Apr.2016 | 13:00 Uhr

Wie fit sind Quickborns Schulen für die Zukunft?

Thomas Köppl: Gemeinsam haben wir fast alle Schulen saniert und auf modernsten Stand gebracht. Aktuell läuft die Sanierung des Schulzentrums Süd. Die Sporthalle Süd ist fast fertig. Abschließend muss nur noch die Waldschule saniert werden. Die Einrichtung und Lehrmittel aller Schulen sind modern. Eine engagierte Lehrerschaft, motivierte Schüler und aktive Eltern nutzen den guten Rahmen, den die Stadt geschaffen hat und füllen ihn mit schulischem Leben auf hohem Niveau. Ja, die Schulen sind fit für die Zukunft! Annabell Krämer: Quickborn hat viel Geld in Schulen investiert und investiert es immer noch. Das ist grundsätzlich richtig. Wir können stolz auf unser vielfältiges Schulangebot sein, denn jegliches Kind hat ein Anrecht auf das für ihn individuell am besten geeignete Bildungsangebot. Den Umzug der Goetheschule halte ich nach wie vor für falsch.

Wie gut sind Flüchtlinge in Quickborn integriert?

Köppl: Sie sind gut untergebracht, und alle haben den ehrlichen Wunsch sich zu integrieren. Ganz wichtig für die Integration ist die dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge in Quickborn. Wir haben ein engagiertes Team ehrenamtlicher Helfer, die jeden Flüchtling individuell auf dem Integrationsweg begleiten. Diese Helfer und die Flüchtlinge werden durch hauptamtliche Mitarbeiter von Diakonie und Caritas unterstützt. Einen Teil dieses Weges der Integration haben wir schon konfliktfrei zurückgelegt. Krämer: Dank unserer vielen ehrenamtlichen Helfer, die unermüdlich im Einsatz sind, wird jeder Geflüchtete persönlich betreut. Dieses außerordentliche, nicht genug zu würdigende ehrenamtliche Engagement stellt sicher, dass wir gut miteinander in der Stadt leben.

Welchen Plan haben Sie für den Fall, dass der Wohnraum für die dezentrale Flüchtlingsunterbringung knapp wird?

Köppl: Es sieht nicht so aus, dass wir eine zentrale Unterbringung benötigen. Wir haben dennoch ein Notfallkonzept für 50 Personen erarbeitet. Die dezentrale Unterbringung ist wichtig für die Integration von Flüchtlingen, aber auch für die Akzeptanz in der Bevölkerung. Durch die Unterbringung in kleinen Einheiten mit Rücksichtnahme auf Geschlecht, Religion, Familienstand und Herkunft werden auch Konflikte unter den Flüchtlingen vermieden. Krämer: Dieser Fall darf nicht eintreten, denn eine dezentrale Unterbringung ist eine wichtige Voraussetzung für eine aussichtsreiche Integrationsarbeit.

Wie stark kann und muss sich die Stadt in Sachen Kulturförderung engagieren?

Köppl: Wir haben das Glück, über eine lebendige Kulturlandschaft zu verfügen, die aus eigener Initiative alle Aspekte des kulturellen Lebens auf hohem Niveau bedient. Neu hinzu kam der Kultur- und Kunstverein. Die Stadt kann sich deshalb auf die Förderung von Projekten der Jugendarbeit und auf tatkräftige Hilfe aus Rathaus und Bauhof beschränken. Als Bürgermeister muss man die Netzwerke pflegen und Hindernisse in der Bürokratie beseitigen, Förderanträge begleiten, Impulse setzen und für Kultur werben. Krämer: Quickborn gilt zu Unrecht als Schlafstadt. Unser breites Angebot sollte einem noch größeren Anteil der Bevölkerung bekannt gemacht werden. Wichtig ist insbesondere die Vernetzung der Vereine und Verbände. Aus diesem Grund freue mich, dass unser neu gegründeter Kulturverein am 23. April einen Markt der Möglichkeiten ausrichtet. Die Veranstaltung eines von vielen Senioren gewünschten „Tanztees“ ließe sich sicherlich realisieren, wenn die relevanten Vereine an einen Tisch gebracht werden.

Herrscht in der Bevölkerung eine Stimmung für Sie oder Ihren Kontrahenten vor?

Köppl: Das kann ich objektiv nicht beurteilen. Aus leidvoller Erfahrung der letzten Wahl weiß ich, dass es auf jede Stimme ankommt und die Mobilisierung der Wählerinnen und Wähler wichtig ist. Ich werbe intensiv um jede Stimme und bitte alle Bürger zur Wahl zu gehen und mir ihre Stimme zu geben. Das allgemeine Feedback auf Veranstaltungen, in Bürgerkontakten und Wahlkampfständen ist ausgesprochen positiv und interessiert. Krämer: In Quickborn herrscht eine Aufbruch- und Wechselstimmung. Ich bin guten Mutes, dass ich diese für mich nutzen kann.

Wie werden Sie Ihre Zeit verbringen, wenn Sie nicht gewählt werden sollten?

 Köppl: Es gilt, eine Wahl zu gewinnen, und nicht, über Niederlagen nachzudenken. Krämer: Ich werde mich weiterhin ehrenamtlich kommunalpolitisch engagieren. Die vergangenen drei Monate waren auf jeden Fall ein Gewinn für mich, denn ich habe Nöte, Bedürfnisse und Wünsche der Bürger erfahren. Zudem habe ich wichtige Anregungen und Ideen erhalten, die ich gern in die politische Arbeit einbringen will.

Bitte beschreiben Sie Ihren Lieblingsplatz in Quickborn.

Köppl: Ich habe drei Lieblingsplätze in  Quickborn: Der eine ist unser Garten. Der ist zwar sehr überschaubar, aber wunderschön und dient zum Abschalten und der Entspannung. Nette Nachbarn machen das Umfeld perfekt. Als öffentlicher Platz ist mein aktueller Favorit der Aussichtsberg im Himmelmoor.In der Innenstadt ist mein Lieblingsplatz das Bürgermeisterbüro im zweiten Stock des Rathauses. Krämer: An Sommerabenden ist es das Schwimmerbecken im Freibad Quickborn, denn auf unseren 50-Meter-Bahnen kann man herrlich entspannen. Am Wochenende morgens, wenn die Witterung es zulässt, ist mein Garten mein Lieblingsplatz – beim ersten Kaffee, wenn die Kinder noch schlafen.

 

17489 Quickborner dürfen am am Sonntag, 24. April, eine Bürgermeisterin oder einen Bürgermeister wählen. Per Briefwahl können sie ihre Stimme bis Freitag, 22. April, im Rathaus, Rathausplatz 1, abgeben. Das Wahlbüro ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr und sonnabends von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Mitzubringen ist der Personalausweis, am besten auch die Benachrichtigungskarte.
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