Breitband : Tangstedt muss jetzt Gas geben

Ein Zuwendungsbescheid der Gemeinde sichert dem Anbieter einen Baukostenzuschuss von 200.000 Euro zu.
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Ein Zuwendungsbescheid der Gemeinde sichert dem Anbieter einen Baukostenzuschuss von 200.000 Euro zu.

Wilhelmtel bekommt einen Baukostenzuschuss für Glasfasernetz. Der Ausbau startet, wenn 60 Prozent der Haushalte einen Vertrag abschließen.

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03. Juni 2014, 12:15 Uhr

Tangstedt | Bereits im September 2013 fassten die Tangstedter Gemeindevertreter den ersten Beschluss: Wer die Gemeinde mit flächendeckenden Breitbandanschlüssen versorgt, bekommt einen Baukostenzuschuss.

Vergangene Woche bekräftigten die Politiker den Beschluss während der Gemeindevertretersitzung einstimmig – mit dem Unterschied, dass inzwischen mit dem Norderstedter Unternehmen Wilhelmtel ein Anbieter gefunden wurde, der den Ausbau durchführt – vorbehaltlich der Zustimmung durch den Aufsichtsrat, der am 30. Juni darüber berät. Ein so genannter Zuwendungsbescheid der Gemeinde sichert dem Anbieter einen Baukostenzuschuss von 200.000 Euro zu.

Knackpunkt ist das Zeitfenster: „Bis 17. Oktober müssen 60 Prozent der Haushalte einen Vertrag unterzeichnet haben, damit der Ausbau beginnen kann“, gab Bürgermeister Detlef Goos (FDP) bekannt. Wer bis zu diesen Stichtag unterschrieben hat, müsse keine Anschlussgebühr bezahlen, so Goos weiter. Die ersten Anschlüsse würden im neuen Gewerbegebiet verlegt werden. „Dort liegen die Rohre schon“, erklärte Goos. Ab dem zweiten Quartal 2015 würde dann der Ausbau für die privaten Kunden beginnen. „Bis Ende 2015 soll Tangstedt flächendeckend versorgt sein“, sagte Goos.

„Was genau heißt das? Was ist beispielsweise mit der Wulfsmühle?“, fragte Hermann Ahrens (CDU). Schließlich nehme die Gemeinde Geld in die Hand und habe ein Recht darauf, dass auch die Außenbereiche berücksichtigt würden. Goos versicherte daraufhin, dass für diese Punkte noch eine vertragsähnliche Vereinbarung getroffen werden müsse. „Vorher wird kein Geld gezahlt“, versicherte der Bürgermeister.

Was jetzt vor den Tangstedter liege, sei eine „intensive Akquise-Phase“, sagte Goos. Es gelte binnen kurzer Zeit die Werbetrommel zu rühren, um die geforderten 60 Prozent zu erreichen. „Wir müssen jedem Hausbesitzer klar machen, dass sein Gebäude an Wert verliert, wenn es keinen Glasfaseranschluss hat“, sagte Goos. Er forderte alle Gemeindevertreter auf, dabei mitzuhelfen, die nötige Anzahl an Abschlüssen zu erreichen. „Wir haben jahrelang darum gekämpft und müssen jetzt bereit sein, alles dafür zu tun“, betonte Goos.

Auch das Unternehmen selbst werde in der Gemeinde aktiv werden: „Für Mittwoch, 9. Juli ist die erste Informationsveranstaltung vorgesehen“, kündigte er an.

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